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Service › Motoren- & Ausrüstungs-Handbücher › Superwind 350

Superwind · Windgenerator

Superwind 350

Der Superwind 350 ist ein 350-Watt-Windgenerator der superwind GmbH aus Brühl bei Köln, seit 2004 auf dem Markt und für das Blauwassersegeln gebaut. Statt bei Starkwind abzubremsen oder aus dem Wind zu drehen, verstellt seine Nabe die drei Rotorblätter oberhalb von 12,5 m/s (24 kn) rein mechanisch; so lädt er auch im Sturm mit voller Leistung weiter und braucht keine Elektronik, um sicher zu bleiben. Diese Seite deckt drei Modelle ab: den ursprünglichen SW 350 (2004 bis 2022, 11,5 kg, 12 oder 24 V), den SW 353 (seit 2016, die robustere Ausführung für unbeaufsichtigte Profi-Standorte, mit handlaminierten Glas-/Kohlefaserblättern, dreifach gelagerter Generatorwelle und Mastaufnahme aus Edelstahl) und den SW 350-II (seit 2022, 12 kg, 12, 24 oder 48 V), der die Technik des SW 353 zurück ins Yachtmodell bringt. Rotorblattsatz, Kohlebürsten, Gleichrichter und Dämpfungsringe haben beim SW 350 und SW 350-II dieselben Teilenummern; Nabenschraube und Generatorlager laufen unter anderen Nummern, und der SW 353 hat eigene Blätter. Der deutlich größere SW 1250 (2,4 m Rotor, 45 kg, Flanschmontage, 24 oder 48 V) ist eine andere Maschine und hier nicht behandelt.

  • Handbücher & Unterlagen
  • Verschleißteile & Teilenummern
  • Wartungsintervalle
  • Technische Daten
  • Gut zu wissen
  • Videos & Anleitungen
  • Auf dem Marktplatz

Handbücher & Unterlagen

Die Links führen zu den Unterlagen von Superwind — teils als archivierte Kopien von Seiten, die der Hersteller inzwischen abgeschaltet hat. Wir hosten keine Handbücher oder Zeichnungen.

  • SW 350-II: Benutzerhandbuch mit Ersatzteilliste (April 2024) Betriebsanleitung superwind.com · PDF · EN · DE
  • SW 353: Benutzerhandbuch mit Ersatzteilliste (März 2026) Betriebsanleitung superwind.com · PDF · EN · DE
  • Ursprünglicher SW 350: Benutzerhandbuch (deutsche Ausgabe 2004 ohne Teilenummern; englische Ausgabe August 2016 mit Ersatzteilliste) Archivierte Herstellerseite web.archive.org · PDF · EN · DE
  • SW 350-II: Produktseite mit technischen Daten, Besonderheiten und Videos Produktseite superwind.com · EN · DE · FR · ES
  • SW 353: Produktseite mit technischen Daten und den Unterschieden zum SW 350 Produktseite superwind.com · EN · DE · FR · ES
  • Zubehör: SCR-Laderegler mit technischen Daten, Temperaturfühler, Stoppschalter, Mastmontagesatz Produktseite superwind.com · EN · DE · FR · ES
  • SW 350-II: Maßzeichnung (Juli 2025) Datenblatt superwind.com · PDF · EN · DE · FR · ES
  • SW 350-II: Leistungskurve über der Windgeschwindigkeit (Juli 2025) Datenblatt superwind.com · PDF · EN · DE · FR · ES
  • SW 350-II: Jahresenergieertrag über der mittleren Windgeschwindigkeit (Juli 2025) Datenblatt superwind.com · PDF · EN · DE · FR · ES
  • Laderegler SCR Marine 12 V / 24 V: Anleitung (Februar 2022), für SW 350, SW 350-II und SW 353 Archivierte Herstellerseite web.archive.org · PDF · EN · DE
  • Stoppschalter: Montageanleitung mit Klemmenbelegung (Januar 2016, englisch) Archivierte Herstellerseite web.archive.org · PDF · EN
  • Toplicht: Superwind 350 und 350-II mit Rotorblattsatz, Stoppschalter und SCR-Reglern Ersatzteil-Shop toplicht.de · DE

Verschleißteile & Teilenummern

TeilOEM-NummerAlternativenHinweis
Rotorblattsatz0300.05.00.001,2,3—Satz aus drei Kohlefaserblättern mit den sechs Schrauben M6 × 25 TUFLOK, für SW 350 und SW 350-II (dieselbe Nummer im Handbuch des SW 350 von 2016 und in den Handbüchern des SW 350-II). Superwind stellt die Blätter nach Gewicht zusammen, darum gibt es sie nur als kompletten Satz: nie Blätter aus verschiedenen Sätzen mischen, auch nicht, um ein einzelnes beschädigtes Blatt zu ersetzen. Anzugsmoment 4,5 Nm oder bis Anlage plus eine Vierteldrehung; die beiden Zapfen jedes Blatts müssen in den Einsenkungen des Achsstummels sitzen.
Rotorblattsatz0400.05.00.004,5—Rotorblattsatz des SW 353: handlaminierte Glas-/Kohlefaserblätter mit Schrauben M6 × 25 TUFLOK, Anzugsmoment 6 Nm. Hat eine andere Nummer als der Satz für SW 350/350-II.
Kohlebürsten (Schleifringe)0300.01.03.031,4,3—Satz Kohlebürsten mit Schraubkappen (beim SW 350-II auch mit O-Ringen), dieselbe Nummer für SW 350, SW 350-II und SW 353. Die Bürsten übertragen den Strom vom drehenden Kopf auf die Schleifringe am feststehenden Mastaufnahmeschaft; sie sind auf Lebensdauer ausgelegt, abgenutzte Bürsten oder schwache Federn bedeuten aber keine Ladung. Von außen selbst tauschbar: die beiden schwarzen Schraubkappen abschrauben und die Bürsten aus den Führungen ziehen.
Gleichrichter0300.01.04.011,4,3—Gleichrichter mit Kondensatoren, im Generator eingebaut; dieselbe Nummer für alle drei Modelle. Vertauschte Polarität an der Batterie zerstört ihn, und das deckt die Garantie nicht. Schnelltest: Mit kurzgeschlossenen Generatorleitungen (Batterie abgeklemmt) muss sich der Rotor spürbar schwerer drehen lassen; tut er das nicht, ist wahrscheinlich der Gleichrichter defekt. Reparatur durch eine autorisierte Servicestelle.
Generatorlager0300.03.99.011,2—Satz Generator-Hauptlager, vorn und hinten, für den SW 350-II. Abgedichtet und lebensdauergeschmiert; jährlich auf leichten Lauf, Spiel und Dichtheit prüfen. Verschlissene Lager soll laut Superwind eine autorisierte Servicestelle tauschen.
Generatorlager0300.03.02.03 · 0300.03.02.043,4—Generatorlager einzeln: vorn 0300.03.02.03, hinten 0300.03.02.04, aufgeführt für den ursprünglichen SW 350 und für den SW 353. Tausch durch eine autorisierte Servicestelle.
Dämpfungsringe (Mastaufnahme)0300.02.01.021,3—Satz Gummi-Dämpfungsringe mit O-Ring 40 × 3, für SW 350 und SW 350-II. Sie sitzen auf dem Mastaufnahmeschaft in der Kunststoff-Reduzierhülse, so dass Generator und Mast sich nirgends metallisch berühren und das Brummen des Generators nicht in den Rumpf wandert. Selbst tauschbar. Der SW 353 hat stattdessen eine Edelstahlbuchse, die fest mit dem Rohr verschraubt wird.
Nabenschraube0400.04.01.10 · 0300.04.01.101,4,3—Zylinderschraube, die die Nabe auf der Generatorwelle hält (die Passfeder führt die Nabenscheibe): M8 × 90 TUFLOK, Edelstahl A4, DIN 912, Nummer 0400.04.01.10 beim SW 350-II und SW 353; der ursprüngliche SW 350 hatte eine M8 × 80, Nummer 0300.04.01.10. Anziehen, bis kein Axialspiel mehr da ist, dann mit 18 Nm, ohne die Welle ins Gehäuse zu drücken.
Befestigungsschrauben Mast0300.02.01.10 · 0300.02.01.121,3,4—Linsenschrauben mit Innensechskant, Edelstahl A4, ISO 7380, die den Mastaufnahmeschaft im Mastrohr halten: M6 × 12 (0300.02.01.10) für 60,3-/60-mm-Rohre bei SW 350 und SW 350-II, 2 Nm mit Loctite 243; M6 × 6 (0300.02.01.12) für den ursprünglichen SW 350 im 48,3-mm-Rohr. Das Handbuch des SW 353 nennt 0300.02.01.10 für dessen vier Schrauben M8 × 10 – bei der Bestellung also das Modell angeben.
Verschraubungsblech Windfahne0300.01.02.021,2—Verschraubungsblech, das die Windfahne in der Nut des hinteren Generatordeckels klemmt, mit den beiden Schrauben M8 × 20 TUFLOK (30 Nm); von hinten gesehen sitzt das Blech rechts. Aufgeführt im Handbuch des SW 350-II.
Laderegler—6,7,1—Für die Regler nennt Superwind keine Teilenummern; der Lastwiderstand gehört zum Lieferumfang: SCR Marine 12 V oder 24 V (40 A, zwei getrennte Batterieausgänge über Schottky-Dioden, PWM, Widerstand 0,35 Ω bzw. 1,4 Ω) und SCR 48 V (10 A, 5,6 Ω). Ladeschlussspannung bei 25 °C 14,4, 28,8 bzw. 57,6 V, kompensiert mit −18, −36 bzw. −72 mV/°C. Den Regler 30–100 cm von der Batterie montieren, den Widerstand höchstens 2 m vom Regler auf nicht brennbarem Untergrund mit Luftzufuhr; beim Abführen von Leistung brummt er leise. Für LiFePO4 ersetzt ein 2-kΩ-Widerstand den Temperaturfühler, oder Superwind stellt das Gerät ab Werk ein.
Temperaturfühler0300.15.01.047,8—Externer Temperaturfühler für SCR Marine 12 V und 24 V. Er ersetzt den Fühler am Reglergehäuse, wenn der Regler nicht im selben Raum, bei gleicher Temperatur wie die Batterien sitzen kann. Bei LiFePO4-Batterien gibt es keine Temperaturkompensation: Dann sitzt ein 2-kΩ-Widerstand an der Stelle des Fühlers.
Stoppschalter—6,1,9—Superwinds eigener Schalter mit zwei Stellungen, angeboten für SW 350-II und SW 353; eine Teilenummer nennt Superwind nicht. RUN verbindet Generator und Batterie; STOP trennt die Batterie und schließt den Generator kurz, was den Rotor bremst. Für den Einbau in eine Schalttafel unter Deck (Tafeln bis 22 mm). Superwinds Anleitung von 2016: Klemmen 2 (+) und 6 (−) zum Generator, 3 und 7 zu Gen + und Gen − des Reglers, die Brücke zwischen 1 und 5 bleibt, 4 und 8 bleiben frei. Die Leitungen zum Generator kurz halten und nie einen Schalter eines anderen Herstellers einbauen.
Sicherung—1,7—Träge Sicherungen 40 A (12-V-System), 20 A (24 V) bzw. 10 A (48 V) oder passende Sicherungsautomaten, mit Sicherungshaltern: eine in der Plusleitung vom Generator zur Batterie und eine zwischen Batterie und Regler, nah an der Batterie, aber außerhalb des Batteriefachs, weil eine auslösende Sicherung Funken schlagen kann. Die Anleitung des SCR Marine verlangt eine 40-A-Sicherung in jeder Batterieleitung.
Mastmontagesatz—6,1—Superwinds Mastmontagesatz für Yachten, AISI 316: verstellbarer Mastfuß, zwei verstellbare Klemmbuchsen mit Schrauben, vier Strebenendstücke und zwei Abdeckplatten mit Schrauben und Muttern. Die Rohre gibt es separat als hochglanzpolierten Satz aus AISI 316: ein Mastrohr 60,3 × 2 mm und zwei Streben 21,3 × 2 mm, je 3,0 m lang; außerdem wird eine Besan-Halterung angeboten. Teilenummern nennt Superwind nicht.

Nummern am 23. Oktober 2026 anhand der Quellen unten geprüft. Vor dem Bestellen immer mit Seriennummer und genauem Typ abgleichen.

Wartungsintervalle

ArbeitIntervall
RotorblätterAlle 12 Monate, und täglich, wenn sich Menschen an Bord in Rotornähe aufhalten: auf Risse, ausgebrochene Kanten oder ungewöhnliche Verfärbungen prüfen; bei jedem Schaden den Generator stilllegen und den kompletten Blattsatz tauschen. Nur mit Schwamm, Seife und Wasser reinigen1
SchraubverbindungenAlle 12 Monate: alle erreichbaren Schrauben auf das richtige Anzugsmoment prüfen, vor allem Blattschrauben, Nabenschraube, Windfahnenschrauben und die Schrauben, die den Mastaufnahmeschaft halten; Mast oder Tragkonstruktion nach deren eigener Anleitung prüfen1
GeneratorlagerAlle 12 Monate: die Lager der Generatorwelle und der Windnachführung auf Leichtgängigkeit, Lagerspiel und Dichtheit prüfen. Sie sind abgedichtet und lebensdauergeschmiert; defekte Lager tauscht eine autorisierte Servicestelle1
Schleifringe & KohlebürstenAlle 12 Monate: die beiden schwarzen Schraubkappen abschrauben, die Kohlebürsten herausziehen und auf ungewöhnlichen Verschleiß oder Abbrand prüfen; verschlissene oder beschädigte Bürsten tauschen und vor dem Aufschrauben die O-Ringe der Kappen prüfen1
KorrosionsschutzAlle 12 Monate: die Pulverbeschichtung von Gehäuse und Windfahne prüfen und Schäden mit geeignetem Lack ausbessern; die Edelstahlteile brauchen nichts1
Elektrische AnschlüsseAlle 12 Monate, durch eine Fachkraft: alle Anschlüsse fest und frei von Korrosion, vor allem die Batteriepole (reinigen, dann mit Polfett schützen); Säurestand der Batterie prüfen1

Aus den Benutzerhandbüchern des SW 350-II (2024), des SW 353 (2026) und des ursprünglichen SW 350 (2016): Alle drei bekommen dieselbe Inspektion alle 12 Monate, weitere Wartung verlangt Superwind nicht. Vor jeder Arbeit die Batterie abklemmen und den Rotor mit dem Stoppschalter anhalten, an einem windstillen Tag.

Technische Daten

BauartWindgenerator mit horizontaler Achse: drei Rotorblätter luvseitig vor dem Generator, gedämpfte Windfahne; dreiphasiger Permanentmagnet-Generator (Neodym-Magnete) mit eingebautem Gleichrichter; der Gleichstrom läuft über Schleifringe und Kohlebürsten in den Mast1,10
VersionenSW 350 (2004–2022): Kohlefaserblätter, 11,5 kg, 12 oder 24 V, separate Kunststoffbuchse für 60,3-/60-mm-Rohre oder direkt in ein 48,3-mm-Rohr. SW 353 (seit 2016): handlaminierte Glas-/Kohlefaserblätter, dreifach gelagerte Generatorwelle, Edelstahlbuchse mit vier M8-Schrauben, 12,5 kg, 12, 24 oder 48 V. SW 350-II (seit 2022): Kohlefaserblätter, 12 kg, 12, 24 oder 48 V, Kunststoff-Reduzierhülse mit integrierter Körperschallentkopplung für 60,3-/60-mm-Rohre. Nenndaten bei allen gleich: 350 W bei 12,5 m/s3,4,11,1
BauzeitSW 350 ab 2004 (Entwicklung seit 2000); SW 353 ab 2016; SW 350-II ab 2022, das aktuelle Yachtmodell12
Leistung350 W Nennleistung bei 12,5 m/s (24 kn). Darüber verstellen sich die Blätter und halten die Leistung bei 350 W; eine Abschaltwindgeschwindigkeit gibt es nicht1,3,13
WindgeschwindigkeitenAnlauf bei 3,5 m/s (7 kn), solange Lager und Dichtungen einlaufen etwas höher; Ladebeginn je nach Ladezustand der Batterie bei etwa 4,5–5,5 m/s (9–11 kn); Nennwind 12,5 m/s (24 kn); Betriebsbereich 3,5–35 m/s (68 kn); Überlebenswindgeschwindigkeit 50 m/s (97 kn) im gebremsten Zustand1
Leistung (elektrisch)Leistungskurve (Superwind, 2025): etwa 40 W bei 12 kn, 110 W bei 16 kn, 200 W bei 20 kn und 350 W von 24 kn bis 40 kn. Jahresertrag etwa 145 kWh bei 8 kn mittlerer Jahreswindgeschwindigkeit, 320 kWh bei 10 kn, 550 kWh bei 12 kn und 790 kWh bei 14 kn13,14
RotorØ 1,20 m (1220 mm laut Maßzeichnung; Händler nennen oft 1,22 m), drei Blätter, 500–1300 U/min. Kohlefaserblätter „Silent Power“ beim SW 350 und SW 350-II, handlaminiertes Glas/Kohlefaser beim SW 353. Oberhalb des Nennwinds drehen sich die Blätter in der synchronisierten „Star Hub“ nach Lee, rein mechanisch und geschützt in der Nabe1,15,10,4,16
Spannung12, 24 oder 48 V DC, je Gerät fest und auf dem Typenschild hinten am Generator angegeben (die Handbücher des SW 350 nennen 12 oder 24 V). Ohne Last erreicht die Leerlaufspannung bei etwa 35 m/s 52 V (12-V-Version), 105 V (24 V) oder 210 V (48 V)1,3
LadestromBis 30 A (12-V-Version), 15 A (24 V) oder 7,5 A (48 V); Kabel, Steckverbindungen und alle Bauteile im Stromkreis müssen für 40 A, 20 A bzw. 10 A ausgelegt sein1
SteuerungDrehzahl und Leistung über die Blattverstellung: ein mechanischer Regler in der Nabe, bewegt von aerodynamischen und Fliehkräften, ohne elektrische oder hydraulische Teile. Der Überdrehzahlschutz wirkt auch ohne Last: Der Rotor pendelt sich dann auf eine erhöhte, fast konstante Leerlaufdrehzahl ein. Bremse: Kurzschluss des Generators über den Stoppschalter; bei starkem Wind dreht der Rotor trotzdem langsam weiter1
SicherungTräge Sicherungen oder passende Sicherungsautomaten in den Plusleitungen Generator–Batterie und Batterie–Laderegler, nah an der Batterie, aber nicht im Batteriefach: 40 A (12 V), 20 A (24 V), 10 A (48 V). Zwischen Generator und Stoppschalter weder Sicherung noch Automat1,9
KabelquerschnittKupfer, je Ader, von der Mastspitze bis zur Batterie, für 5 % Spannungsfall. 12 V: 6 mm² bis 5,2 m, 10 mm² bis 8,7 m, 16 mm² bis 14 m, 25 mm² bis 21,8 m, 35 mm² bis 30,6 m, 50 mm² bis 43,7 m. 24 V: 2,5 mm² bis 8,7 m, 4 mm² bis 14 m, 6 mm² bis 21 m, 10 mm² bis 34,9 m, 16 mm² bis 55,9 m. 48 V: 2,5 mm² bis 19,8 m, 4 mm² bis 31,7 m, 6 mm² bis 47,6 m. An Bord verzinnte, UV-beständige Leitung verwenden; wiegt das Kabel im Mast mehr als 5 kg, eine Zugentlastung in der Mastspitze anbringen1
MontageDer Mastaufnahmeschaft steckt oben im Mastrohr: Edelstahl 60,3 × 2,0 mm, Stahl 60,3 × 2,3 mm oder Aluminium 60 × 2,5 mm (bei 55,0 mm Innendurchmesser die beiden Passringe von der Reduzierhülse abnehmen); andere Rohre bis 70 mm Außendurchmesser. SW 350 und SW 350-II: zwei Bohrungen Ø 7 mm, 35 mm unter der Rohroberkante, und zwei Linsenschrauben M6 × 12 (beim SW 350-II 2 Nm mit Loctite 243), die in die Nut des Schafts ragen, ihn aber nicht berühren – so halten die Dämpfungsringe den Generator vom Metall fern. SW 353: vier Bohrungen Ø 9 mm und vier Schrauben M8 × 10 mit 18 Nm, am besten in einem Edelstahlrohr 60,3 × 2,0 mm von mindestens 300 mm Länge. Nur der ursprüngliche SW 350: auch in ein Rohr 48,3 × 2,0 mm mit mindestens 44 mm Innendurchmesser (zwei M6-Gewindebohrungen 40 mm unter der Oberkante, Schrauben M6 × 6, ohne Buchse). Die oberen 650 mm des Masts frei von Beschlägen und Leinen halten: Beim Verstellen kommen die Blätter näher an den Mast1,4,3
SchubkraftRotorschub im Betrieb etwa 70 N, in einer Extremböe (49 m/s) bis 220 N; Mast und Abstützung müssen das aufnehmen, dazu Gewicht und Massenträgheit des Generators bei Schiffsbewegungen1
AnzugsmomenteBlattschrauben M6 × 25 TUFLOK 4,5 Nm oder bis Anlage plus eine Vierteldrehung (SW 353: 6 Nm); Nabenschraube M8 × 90 (SW 350: M8 × 80) 18 Nm; Windfahnenschrauben M8 × 20 30 Nm; Mastbefestigung M6 × 12 2 Nm (SW 353: M8 × 10, 18 Nm)1,4,3
GewichtSW 350: 11,5 kg · SW 350-II: 12,0 kg · SW 353: 12,5 kg3,1,4
AbmessungenRotorebene 177 mm vor der Mastachse, Ende der Windfahne 553 mm dahinter (gesamt etwa 730 mm); Oberkante der Windfahne 530 mm über der Rotorachse, Rotorachse 136 mm über der Oberkante des Mastrohrs; Drehkreis Ø 1263 mm um den Mast; Mastaufnahmeschaft Ø 54,5–55,7 mm, 71 mm lang15,1
Betriebstemperatur−20 bis +55 °C; SW 353 auf Bestellung auch −45 bis +20 °C1,4
MaterialGehäuse und Windfahne aus seewasserbeständiger Aluminiumlegierung, pulverbeschichtet; Kugellager, Wellen, Achsen und Schrauben aus Edelstahl1
SchutzartFür den Generator nennt Superwind keine Schutzart; die Lager sind abgedichtet und lebensdauergeschmiert, die Bürstenkappen mit O-Ringen gedichtet. Der Lastwiderstand des SCR hat IP 54, trotzdem sollen Regler und Widerstand laut Superwind geschützt unter Deck sitzen1,7
Garantie3 Jahre ab Kauf, mit Garantiekarte und Originalrechnung; ausgenommen sind Verschleiß, ungeeignete Masten oder Tragkonstruktionen, Blitzschlag und jede Reparatur an der Nabe, die nicht Superwind oder ein autorisierter Partner ausführt1

Gut zu wissen

  • Behandle die Blätter als ausgewuchteten Satz. Superwind stellt sie im Werk nach Gewicht zusammen; ein einzelnes gerissenes oder ausgebrochenes Blatt heißt also ein neuer Dreiersatz: 0300.05.00.00 für SW 350 und SW 350-II, 0400.05.00.00 für den SW 353. An Bord die Blätter täglich ansehen, denn eine Leine oder eine herabfallende Latte kann den Rotor unbemerkt treffen, und nur mit Schwamm, Seife und Wasser reinigen.1,4
  • Lass ihn nie ohne Last laufen. Nimm einen Shunt-Regler, der den Generator bei vollen Batterien weiter belastet (Superwinds SCR leitet den Überschuss in seinen Lastwiderstand), und nie einen Serienregler aus der Solartechnik, der den Stromkreis öffnet und den Rotor leer laufen lässt. Jeder andere Regler muss mindestens 30 A (12 V), 15 A (24 V) bzw. 7,5 A (48 V) vertragen. Bei Lithium-Batterien die Ladeschlussspannung prüfen und die Temperaturkompensation abschalten; beim SCR Marine ersetzt dafür ein 2-kΩ-Widerstand den Fühler.1,7
  • Bau den Stoppschalter von Superwind nah am Generator ein, ohne Sicherung zwischen Schalter und Generator. In STOP trennt er die Batterie und schließt den Generator kurz; ein Schalter eines anderen Herstellers könnte stattdessen die Batterie kurzschließen. Superwind empfiehlt ihn auf Yachten dringend, damit du den Generator bei schwerem Wetter abschalten kannst, aber bei viel Wind dreht der gebremste Rotor langsam weiter: nie hineingreifen.1,9
  • Alten SW 350 gegen einen SW 350-II tauschen: Der ursprüngliche passte direkt in ein 48,3-mm-Rohr (mindestens 44 mm innen), das Handbuch des SW 350-II nennt aber nur 60,3- und 60-mm-Rohre sowie andere Rohre bis 70 mm Außendurchmesser, deren Innendurchmesser zum Mastaufnahmeschaft passt; also vor der Bestellung den Mast prüfen. Bei jedem Rohr müssen die oberen 650 mm frei von Beschlägen und Leinen bleiben, weil die Blätter beim Verstellen näher an den Mast kommen.3,1
  • Keine Ladung? Erst Sicherung, Stoppschalter und Verkabelung prüfen, dann die Kohlebürsten und ihre Federn. Zum Test des Gleichrichters die beiden Generatorleitungen kurzschließen (Batterie abgeklemmt): Der Rotor muss sich spürbar schwerer drehen lassen. Für den Generatortest die Blätter abnehmen, ein Voltmeter anschließen und die Nabe von Hand drehen; Spannung und Drehzahl müssen zum Diagramm im Handbuch passen. Vertauschte Polarität an der Batterie zerstört den Gleichrichter, und die Garantie erlischt: Rot ist Plus, Schwarz ist Minus.1
  • Gebraucht kaufen: Das Typenschild hinten am Generator nennt Typ, Nennspannung und Seriennummer, und die Spannung muss zu deiner Batteriebank passen. Frag, ob der SCR-Regler mit Lastwiderstand und der Stoppschalter dabei sind, sieh dir Blattkanten und Beschichtung an und dreh die Welle bei getrennten Leitungen von Hand: Sie darf nicht schwergängig sein, und der Kopf muss dem Wind leicht folgen. Die Nabe mit der Blattverstellung dürfen nur Superwind oder ein autorisierter Servicepartner öffnen.1

Videos & Anleitungen

Links zu YouTube, nichts eingebettet. Zuerst der Kanal des Herstellers, dann Kanäle, die wir für dieses Modell klar und korrekt fanden.

  • Ein Superwind für die 7seas: Montage auf Martinique und erste Erfahrungen Video BootsProfis · DE · 28 min
  • Practical Sailor über den verbesserten Superwind und seine leiseren Blätter (2010, englisch) Video practicalsailor · EN · 3 min
  • Refit eines Segelboots: Superwind auswählen, Halterung bauen und verkabeln (englisch) Video When Sailing · EN · 13 min

Auf dem Marktplatz

Kategorie auf boatparts.app durchstöbern

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Quellen

  1. superwind.com/fileadmin/user_upload/Downloads/350/SW350-II_Operation_Manual.pdf
  2. superwind.com/fileadmin/user_upload/Downloads/350/SW350-II_Benutzerhandbuch.pdf
  3. web.archive.org/web/20210805175304/https://www.superwind.com/wp-content/uploads/2021/05/S…
  4. superwind.com/fileadmin/user_upload/Downloads/353/SW353_Operation_Manual.pdf
  5. superwind.com/fileadmin/user_upload/Downloads/353/SW353_Benutzerhandbuch.pdf
  6. superwind.com/en/products/accessories
  7. web.archive.org/web/20221208161912/https://www.superwind.com/wp-content/uploads/SCR-Marin…
  8. web.archive.org/web/20221208151640/https://www.superwind.com/wp-content/uploads/SCR-Marin…
  9. web.archive.org/web/20160910115141/http://www.superwind.com/download/stop-switch.pdf
  10. superwind.com/en/applications/sailing
  11. superwind.com/en/applications/industry/sw-353
  12. superwind.com/en/about-us/history
  13. superwind.com/fileadmin/user_upload/Downloads/350/Power_curve_SW_350-II.pdf
  14. superwind.com/fileadmin/user_upload/Downloads/350/Annual_energy_yield_SW_350-II.pdf
  15. superwind.com/fileadmin/user_upload/Downloads/350/Dimensioned_drawing_SW_350-II.pdf
  16. toplicht.de/elektrik-motor/windgeneratoren-solarmodule-brennstoffzellen/windgeneratoren/s…

Superwind ist eine Marke ihres Inhabers; boatparts.app steht in keiner Verbindung dazu. Teilenummern dienen nur der Identifikation. Fehler gefunden? Schreib an mail@boatparts.app.

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