Windpilot · Windsteueranlage
Windpilot Pacific
Die Windpilot Pacific ist eine Servo-Pendel-Windsteueranlage von Peter Foerthmanns Firma Windpilot in Hamburg: Eine Windfahne aus Sperrholz dreht über ein Kegelradgetriebe aus Bronze ein Pendelruder im Wasser, und das ausschwingende Pendel zieht zwei Leinen, die Pinne oder Rad des Boots steuern. Die heutige Ausführung aus Aluminium-Druckguss stammt von 1998 und passt für Boote bis etwa 60 Fuß; ihre Geschwister sind die kleinere Pacific Light für Pinnenboote, die Pacific Plus, bei der dasselbe Pendel ein eigenes Hilfsruder antreibt, und das SOS-Ruder, ein Notruder für die Pacific-Halterung. MF0 bis MF5 sind Halterungen (Windpilots Flanschsystem), keine eigenen Modelle, und die älteren Hilfsruderanlagen Atlantik und Caribic sind Geschichte: Für sie veröffentlicht Windpilot keine Teiledaten. Die Teilenummern hier gelten ab 1998; Anlagen von 1985 bis 1998 tragen eine andere, zweistellige Nummerierung und sind nicht erfasst, und Windpilot verkauft Anlagen und Ersatzteile direkt aus Hamburg, nicht über Händler.
- Handbücher & Unterlagen
- Verschleißteile & Teilenummern
- Wartungsintervalle
- Technische Daten
- Gut zu wissen
- Auf dem Marktplatz
Handbücher & Unterlagen
Die Links führen direkt zu Windpilot. Wir hosten keine Handbücher oder Zeichnungen — die Fassung des Herstellers ist die aktuelle.
- Pacific-Handbuch mit Teilelisten: Einbau, Segeln, Wartung, Reparaturen Betriebsanleitung windpilot.com · PDF · EN · DE · FR · IT · NL
- Pacific-Light-Handbuch mit Teilelisten Betriebsanleitung windpilot.com · PDF · EN · DE · FR
- Pacific-Plus-Handbuch (2004) Betriebsanleitung windpilot.com · PDF · EN · DE · FR
- Teileliste Pacific (Teilenummern ab 1998, englisch) Teilekatalog windpilot.com · EN
- Teileliste Zubehör: Pinnenbeschlag, Radadapter, Querstangen (englisch) Teilekatalog windpilot.com · EN
- Teileliste Pacific Light (englisch) Teilekatalog windpilot.com · EN
- Teileliste Pacific Plus (Ruderteile bis und ab 2004, englisch) Teilekatalog windpilot.com · EN
- Teileliste SOS-Ruder (Pacific und Solo, englisch) Teilekatalog windpilot.com · EN
- Übersicht der Teilenummern: Nummernbereiche nach Baugruppe und Modell (englisch) Teilekatalog windpilot.com · EN
- Explosionszeichnungen Pacific ab 1998 (englisch) Teilekatalog windpilot.com · EN
- Explosionszeichnungen Pacific vor 1998 (alte zweistellige Nummern, englisch) Teilekatalog windpilot.com · EN
- Maßzeichnungen Pacific (MF0 und MF1–MF4, englisch) Datenblatt windpilot.com · EN
- Windpilot-Downloads: Handbücher und Prospekt (englische Seite) Handbuch-Portal windpilot.com · EN
Verschleißteile & Teilenummern
| Teil | OEM-Nummer | Alternativen | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Windfahne | 1001,2,3,4,5 | — | Windfahne aus 6 mm Bootsbausperrholz (AW100), 900 × 190 mm; dieselbe Nummer für Pacific, Pacific Light und Pacific Plus. Eine Ersatzfahne oder selbst gebaute Fahne muss so viel wiegen wie das Original: nicht mehr als das Bleigegengewicht 120 und höchstens 50 g weniger (Farbe zählt mit). |
| Pendelruder | 440 · 445 · 4501,2,6,3,7 | — | Pendelruderblatt. Windpilots aktuelle Teilelisten nennen ein dreiteiliges Blatt aus AlMg5: Kopf 440, Profil 445 (20 × 120 × 800 mm) und Endkappe 450. Ältere Blätter sind aus Holz: Windpilots Seite zu den Standards beschreibt ein epoxidiertes Blatt aus Western Hemlock, und das Handbuch der Pacific Light führt 440 als Sperrholz; prüfe also vor der Bestellung, welches du hast. Nie mit Antifouling streichen, nur lackieren. |
| Blattbolzen | 435 · 4381,2,6,4,5 | — | Drehbolzen 435 des Ruderblatts (M10 × 55, Edelstahl, mit Scheiben 436 und Mutter 437) und Blattstift 438 aus Delrin (6 × 45 mm). Bolzen 435 ist der Überlastschutz: nur handfest anziehen, damit das Blatt allein durch Reibung hält und bei einer Kollision hochklappen kann. Dieselben Nummern bei Pacific Light und Pacific Plus. |
| Gleitlager (Buchse) | 3281,2,6,4,5 | — | Hauptlagerbuchse des Kegelradgetriebes, Delrin, 30 × 64 × 42 mm. Das Lager, das Windpilot eigens hervorhebt: zweimal im Jahr von Salz und Öl befreien und nie fetten. Dieselbe Nummer bei Pacific Light und Pacific Plus. |
| Gleitlager (Buchse) | 147 · 1482,6,5,1,4 | — | Lagerringe des Windfahnenschafts, Delrin, 1 × 20 mm. In der Teileliste des Handbuchs, der Explosionszeichnung und der Liste der Pacific Plus als 147/148 geführt, in Windpilots Online-Liste der Pacific aber als 145/146; die Pacific Light hat 145/146. Gib bei der Bestellung an, welche Anlage du hast. |
| Gleitlager (Buchse) | 1141,2,6 | — | Bundbuchsen der Windfahnenachse, zwei Stück, Delrin, 10 × 15 × 15 mm: die Drehlager des Windfahnenträgers auf Achse 113. |
| Gleitlager (Buchse) | 304 · 3061,2,6,4,5 | — | Buchse 304 und Bundbuchse 306 des kleinen Kegelrads, Delrin, je 10 × 15 × 15 mm. Dieselben Nummern bei Pacific Light und Pacific Plus. |
| Gleitlager (Buchse) | 332 · 333 · 3411,2,6,5,4 | — | Lagerringe 332 (1 × 55 mm) und 333 (1 × 40 mm) des Pendelarms, Delrin, auch bei der Pacific Plus; Lagerscheibe 341 (1 × 44 × 75 mm) sitzt auf der Pendelachse der Pacific und geht beim Abnehmen des Arms leicht verloren. Pacific Light: Lagerscheiben 311 auf ihrer Achse 310. |
| Gleitlager (Buchse) | 4101,2,6,4,5 | — | Bundbuchse des Pendelruderschafts, Delrin, 5 × 50 × 40 mm. Dieselbe Nummer bei Pacific Light und Pacific Plus. |
| Zahnradsatz | 305 · 3251,2,6,4,5 | — | Kegelräder aus Bronze des 2:1-Getriebes: kleines Kegelrad 305 am Pendelarm und großes Kegelrad 325 (70 × 40 mm, gehalten von Senkschraube 326, M6 × 35). Stehen Fahne und Pendel senkrecht, zeigt der Arm von 305 auf Viertel nach zwölf; merk dir die Stellung, bevor du sie zerlegst. Pacific, Pacific Light (dort heißt 305 Ritzel) und Pacific Plus. |
| Achse (Lagerbolzen) | 3271,2,6,5 | — | Kegelradachse, POM, 30 × 160 mm. Pacific und Pacific Plus. |
| Deckel | 3201,2,6,4,5 | — | Roter PVC-Deckel über den Kegelrädern, 75 × 100 mm, mit zwei Schlitzschrauben 321 (M4 × 16). Gleich bei Pacific Light und Pacific Plus. |
| Zahnradsatz | 260 · 2611,2,6 | — | Schneckenrad 260 der Kurseinstellung (Delrin, 65 × 24 mm) mit Senkschrauben 261 (M4 × 12, Edelstahl): Nur diese kleinen Schrauben halten den Windfahnenschaft, also die Anlage nie am Schaft anheben. Das Handbuch führt zwei Schrauben, die Online-Liste eine. Auch bei der Pacific Plus. |
| Stellknopf | 2701,2,6 | — | Schnecke: der rote, gerändelte Knopf der Kurseinstellung (Delrin, 32 × 88 mm) auf Bolzen 273 (M6 × 75) mit Delrinscheibe 274. Um ihn läuft die dünne Fernbedienungsleine als endlose Schlaufe ins Cockpit. Auch bei der Pacific Plus. |
| Schubstange (Windfahnengestänge) | 151 · 1521,2,6,4 | — | Schubstange M6 aus Edelstahl zwischen Fahne und Kegelrädern: 151 ist 580 mm, 152 ist 680 mm lang, passend zum Windfahnenschaft; die Pacific Plus hat die 680-mm-Stange, die Pacific Light ihre eigene 150 (M6 × 580). Eine verbogene Stange lässt sich richten, meist ist dann aber das Pendelruderblatt falsch ausbalanciert. |
| Kugelpfanne | 158 · 1601,2,6,4,5 | — | Kardangelenke aus Delrin an den Enden der Schubstange: oben 158 (30 × 20 mm), unten 160 (30 × 13 mm, mit Sicherungsmutter 161, Scheiben 162 und Schraube 163, M6 × 20). Sie müssen sich frei auf der Stange drehen. Dieselben Nummern bei Pacific Light und Pacific Plus. |
| Achse (Lagerbolzen) | 1131,2,6 | — | Windfahnenachse: der Edelstahlbolzen M10 × 65, auf dem der Windfahnenträger 110 schwenkt, mit Scheibe 115 und Mutter 116. Klemmt die Fahne, zuerst dieses Gelenk prüfen. |
| Achse (Lagerbolzen) | 3401,2,6,4,5 | — | Pendelachse (Pendelarmbolzen), Aluminium, 44 × 212 mm. Etwas Spiel stellt sich hier mit der Zeit ein und stört laut Windpilot das Steuern nicht. Nur Pacific: Die Pacific Light hat 310, die Pacific Plus 370. |
| Achse (Lagerbolzen) | 3341,2,6 | — | Stellschraube des Pendelarms, M10 × 75, Edelstahl, die als Achse dient. Hier erlaubt das Handbuch WD-40 oder Teflonspray, anders als an den Delrinlagern. Auch bei der Pacific Plus. |
| Ruderschaft & Rohr | 420 · 421 · 4221,2,6,4 | — | Pendelruderschaft, Aluminiumrohr 40 mm: 420 ist 350 mm, 421 ist 450 mm und 422 ist 550 mm lang, gesichert mit Spannstift 425 (6 × 40). Windpilot liefert die Länge, die zum Boot passt; die Pacific Light hat nur 420 und 421. |
| Befestigungssatz | 8051,2,6 | — | Haltebolzen der Anlage, zwei Stück, M10 × 45, Edelstahl, mit Scheiben 806. Diese zwei lösen, und die ganze Anlage kommt für Hafen oder Winter ab; die Halterung bleibt am Spiegel. |
| Montagehalter | 800 · 8601,2,6,4 | — | Halterungskopf 800, AlMg5, 80 × 90 × 160 mm, mit vier seitlichen Bolzen 801 (M12 × 45), und die vier Klemmstücke 860 (60 × 40 mm), die sich der Spiegelrundung anpassen und sich zum Ausrichten entlang der Halterungswangen verschieben lassen. Pacific; die Pacific Light hat Kopf 700. |
| Montagehalter | 8101,2,6 | — | MF0, die Standardhalterung: ein Paar Wangen aus AlMg5 (45 × 220 × 150 mm) mit Bolzen 811 (M12 × 55) und Scheiben 812, für Spiegel mit etwa −20° bis +10° Neigung und für Kanuhecks. |
| Montagehalter | 820 · 825 · 830 · 835 · 840 · 845 · 8501,2,6 | — | Halterungsverlängerungen für andere Hecks: MF1 links/rechts 820/825 (15 × 220 × 280 mm), MF2 links/rechts 830/835 (15 × 220 × 360 mm), MF3 840 (Paar, 15 × 220 × 430 mm), MF4 845 (Paar, 15 × 220 × 500 mm) und die vier MF5-Arme 850 (50 × 90 × 360 mm, mit M8-Kleinteilen 851–853) für außen angehängte Ruder. MF ist Windpilots Flanschsystem, kein Modell. |
| Pinnenhalter | 010 · 0158,2,7 | — | Pinnenbeschlag 010 aus Bronze (20 × 24 × 60 mm, zwei Linsenschrauben 011) und Edelstahlkette 015 (200 mm). Etwa bei 65 % der Pinnenlänge vom achteren Ende montieren; ein anderes Kettenglied einhängen trimmt den Kurs, die Kette aushängen gibt die Pinne frei. Pacific und Pacific Light. |
| Radadapter | 020 · 030 · 040 · 0508,2,9,10 | — | Ringe des Radadapters, AlMg5: Außenringe 020 und 050, Innenringe 030 und 040, an den Speichen mit drei U-Bügeln 031 (M5) befestigt. Er arbeitet wie eine Scheibenbremse, die Trommel rutscht also bei Überlast durch; passt für Räder mit 5 bis 8 Speichen und 10 cm Mittelöffnung. Laut Windpilot nutzen ihn auch Eigner von Aries-, Monitor- und Sailomat-Anlagen. |
| Gleitlager (Buchse) | 021 · 0228,2 | — | Lagerscheiben und Laufbeläge des Radadapters aus Delrin, je zwei (1 × 10 × 148 mm): die Flächen, auf denen die Trommel bei Überlast rutscht. |
| Kupplungshebel | 0518,2 | — | Klemmhebel des Radadapters, zwei Stück, M8 × 35, Edelstahl, mit Delrinscheiben 052: Sie kuppeln die Trommel an die Scheibe. Nicht zu fest anziehen; bei Booten bis etwa 36 Fuß reicht meist ein Hebel. |
| Steuerleine | 0258,2,1,4 | — | Leine für die Trommel des Radadapters, 2,5 m. Die Steuerleinen selbst werden an der Ringmutter 345 am Pendelarm angeknotet (Pacific Light: 315); den Ring im Schlitz des Arms nach oben oder unten zu versetzen tauscht Leinenweg gegen Kraft. |
| Umlenkblock | 0828,2,7 | — | Zwei Umlenkblöcke aus Edelstahl an den Enden der Querstange 080 (Aluminium, 25 × 600 mm, mit Klemmteilen 070/075 und Augbolzen 081). Die Querstange braucht es, wenn die Leinen in einem Winkel über 30° von der Anlage weglaufen; Standard bei MF3 und MF4, sonst Option. Die Querstange der Pacific Light ist 060. |
| Ruderblatt | 670 · 6715,11,12 | — | Nur Pacific Plus: schwimmfähiges, ausgeschäumtes Hilfsruder, 330 × 900 mm (670) oder 330 × 1200 mm (671), für Ausführungen ab 2004; bis 2004 hießen dieselben Größen 660/661. Seit März 2000 aus rotationsgeformtem PE, davor GFK über Schaumkern. Anders als das Pendelruder bleibt es im Wasser, also mit Antifouling streichen. |
| Gleitlager (Buchse) | 620 · 621 · 6405 | — | Nur Pacific Plus: Lager des Hilfsruderschafts, also Lagerbuchse 620 (POM, 10 × 80 × 35 mm) mit zwei Gummi-O-Ringen 621 (5 × 80) und Lagerbundbuchse 640 (POM, 60 × 97 × 45 mm). |
| Stellknopf | 523 · 5135,12 | — | Nur Pacific Plus: Sterngriff 523 (M12, DIN 6336), der die Kupplung zum Hilfsruder festsetzt, auf Augbolzen 520 mit Distanzstück 522 und Scheibe 521, sowie die drei Führungsstifte 513 (12 × 40, DIN 1472). Gewinde geschmiert halten und ab und zu prüfen, ob die Stifte noch sitzen: Motorvibrationen können sie lockern. |
| Notruder | 1100 · 110113,14 | — | Blatt des SOS-Ruders, ausgeschäumt, 330 × 900 mm (1100) oder 330 × 1200 mm (1101). Das SOS-Ruder Pacific wird mit Adapter 1070 an die vorhandene Pacific-Halterung gehängt; das Blindstück 1090 verschließt im normalen Betrieb die untere Halterung. Das SOS Solo ist die Ausführung für Boote ohne Windpilot. |
Nummern am 13. Oktober 2026 anhand der Quellen unten geprüft. Vor dem Bestellen immer mit Seriennummer und genauem Typ abgleichen.
Wartungsintervalle
| Arbeit | Intervall |
|---|---|
| Getriebe & Lager reinigen | Zweimal im Jahr: Salz und Öl aus dem Kegelradgetriebe und seiner Hauptlagerbuchse 328 entfernen; nie fetten2 |
| Süßwasserspülung | Regelmäßig mit Süßwasser abspülen. Nach jedem langen Törn gründlich einweichen und spülen: Windpilots Tipp ist, die Anlage an einem feuchten Abend etwa 15 Minuten mit Salzwasser einzuweichen und dann mit Süßwasser abzuspülen2 |
| Schmierung | Die Lager aus Teflon, POM und Delrin nie fetten oder ölen. Ab und zu ein Tropfen Spülmittel oder Silikon-, Teflon- oder WD-40-Spray auf das Schneckengetriebe 260/270; WD-40 oder Teflonspray auf Achse 334 und auf die Kardangelenke der Schubstange, wenn sie klemmen2 |
| Schmierung | Pacific Plus: die Gewinde der Kupplung (Sterngriff 523, Distanzstück 522, Scheibe 521) mit WD-40 oder Lanolin geschmiert halten, die Führungsstifte 513 regelmäßig einsprühen und prüfen, ob sie sitzen12 |
| Saisoncheck | Regelmäßig: die Spiegelbolzen prüfen und nie mit Bolzen segeln, von denen du weißt, dass sie lose sind, denn sonst kann die ganze Anlage verloren gehen. Bei jedem Einsatz: prüfen, ob sich die Kardangelenke 158/160 frei auf der Schubstange drehen2 |
| Korrosionsschutz | Die Rohre ab und zu wachsen. Gussteile und Rohre sind mit Lanolin montiert und sollten sich auch nach Jahren noch trennen lassen2 |
| Lagerung / Einwintern | Wenn die Anlage nicht arbeitet: Fahne abnehmen und Pendel hochklappen oder die Anlage abnehmen (zwei Bolzen 805). Steht sie länger still, abdecken oder abbauen: In hochgeklappter Stellung spült Regen Schmutz in die Lager2 |
Aus Windpilots Pacific-Handbuch (aktuelle Ausgabe) und dem Handbuch der Pacific Plus. Stunden- oder Meilenangaben macht Windpilot nicht: Außer der Reinigung von Kegelrädern und Lager 328 zweimal im Jahr heißt es nur „regelmäßig“ oder „ab und zu“.
Technische Daten
| Bauart | Servo-Pendel-Windsteueranlage mit horizontal gelagerter Windfahne: Über ein Kegelradgetriebe aus Bronze mit Übersetzung 2:1, das zugleich das Gieren dämpft, dreht die Fahne das Pendelruder, und der ausschwingende Arm zieht auf Deckshöhe zwei Leinen zur Pinne oder zum Rad des Boots. Für sich allein kein Notruder (das ist das SOS-Ruder als Zusatz)15,2 |
|---|---|
| Versionen | Pacific: Pinne oder mechanische Radsteuerung, Achtercockpit. Pacific Light: kleinere Servo-Pendel-Anlage für Pinnenboote bis 8,5 m (27 ft) und 2500 kg. Pacific Plus I (bis 12 m / 40 ft, 13000 kg) und II (bis 18 m / 60 ft, 30000 kg): Das Pendel treibt über eine Zahnkupplung ein eigenes, schwimmfähiges Hilfsruder, während das Hauptruder festgesetzt ist; für mechanische oder hydraulische Radsteuerung, Achter- oder Mittelcockpit, auch als Notruder nutzbar. SOS-Ruder: Notruder, als SOS Pacific an der vorhandenen Pacific-Halterung oder als SOS Solo für Boote ohne Windpilot; Größe I unter 40 ft, Größe II unter 60 ft16,17,14 |
| Bauzeit | Heutige Druckguss-Ausführung seit 1998, bis heute gebaut. Pacific und Pacific Plus aus Aluminium-Sandguss 1985–1998, mit anderer, zweistelliger Teilenummerierung; handgebaute Windpilot-Anlagen aus Edelstahl ab 196818,19 |
| Größen | Bis 18 m (60 ft) und 25000 kg (55000 lb) laut Windpilots Produktseite; Windpilots eigener Artikel zum SOS-Ruder nennt unter 70 ft15,20 |
| Gewicht | Pacific 20 kg (44 lb); Pacific Light 13 kg; Pacific Plus I/II 45/50 kg laut Produktseite, aber 40/44 kg in Windpilots Prospekt von 1999 und 75 kg in einem Beratungsartikel im Windpilot-Blog; SOS-Ruder 23–30 kg15,16,17,21,22,14 |
| Steuerung | Pinne: Bronzebeschlag und Kette. Mechanische Radsteuerung: Trommeladapter mit Rutschkupplung für Räder mit 5 bis 8 Speichen, ausgelegt für Räder von etwa 60 cm mit etwa 2,5 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag. Hydraulische und andere Radsteuerungen nur über die Notpinne, mit vom Quadranten getrennter Radsteuerung, sonst die Pacific Plus. Kurseinstellung von Hand oder vom Cockpit aus über eine dünne Leine, die als Schlaufe um die Schnecke läuft. Ein Bolzen am Windfahnenträger nimmt einen Pinnenpiloten mit Schubstange auf (Autohelm, Navico/Simrad), der dann über das Pendel steuert2,9 |
| Montage | Halterung je nach Heck (MF ist Windpilots Flanschsystem, kein Modell): MF0 Standard, für etwa −20° bis +10° Spiegelneigung und Kanuhecks; MF1 extreme Spiegel und kurze Badeplattformen (etwa −40° bis +25°); MF2 sehr extreme Hecks und größere Plattformen; MF3 offene Hecks mit Plattform etwa 50 cm über der Wasserlinie, auf deren waagerechter Fläche montiert; MF4 Plattform weniger als 50 cm über der Wasserlinie; MF5 außen angehängte Ruder, etwa bei Colin-Archer-Typen2 |
| Montage | Mittig am Spiegel (höchstens 10 cm aus der Mitte), etwa 10 cm unter Deckshöhe, Pendelschaft 10° nach achtern geneigt. Blattbolzen 435 etwa 5–10 cm über der Ruhewasserlinie laut ausführlichem Teil des Handbuchs, 10–20 cm laut dessen Kurzanleitung. Leinenring 345 auf Deckshöhe. Löcher erst 9 mm, dann 10,5 mm bohren; Bolzen in Sikaflex über 60-mm-Kunststoffscheiben setzen. Keine Spiegelverstärkung nötig, außer bei Sandwichrümpfen: Dort den Kern örtlich durch Holz ersetzen2 |
| Abmessungen | Nach Windpilots Maßzeichnung: Windfahne 900 mm hoch (900 × 190 mm), Fahnenmast bis Halterung 800 mm, Halterung bis Blattbolzen 700 oder 900 mm, Blattbolzen 100 mm über der Wasserlinie, Blatt 700 mm darunter. Bohrbild 180 × 164 mm bei MF0, 215 × 164 mm bei MF1 bis MF423,2 |
| Max. Zug / Arbeitslast | 20–25 cm (8–10 in) Leinenweg und bis 200 kg (440 lb) Zug an der Steuerung. Die Leinen sollen höchstens im Winkel von 30° zu den ersten Blöcken laufen, sonst die Querstange einbauen. Das Pendel schwingt etwa 25° zu jeder Seite aus und lässt sich an einer Leine um 170° aus dem Wasser klappen, das geht nur unter etwa 2 kn2 |
| Material | Hartanodisiertes, seewasserbeständiges Aluminium AlMg5, im Niederdruckguss gegossen und CNC-bearbeitet; Getriebeteile aus Silizium-Aluminium-Bronze; Schubstange aus Edelstahl; Lager aus POM und PTFE; Windfahne aus 6 mm Bootsbausperrholz AW1003 |
| Schmierung | Lager durchweg aus Teflon (PTFE), POM und Delrin: nie ölen oder fetten, denn Fett und Seewasser verbacken. WD-40 oder Teflonspray nur, wo das Handbuch es erlaubt: Achse 334, die Kardangelenke der Schubstange und das Schneckenrad2 |
| Vorgänger | Handgebaute Edelstahlanlagen ab 1968: Nordsee-Windfahnenanlagen, die Hilfsruderanlagen Atlantik III und IV (bis 1984) und frühe Pacific-Servopendel. Danach Aluminium-Sandguss: das Hilfsruder Caribic (1985–87, Nachfolger der Atlantik) sowie Pacific und Pacific Plus von 1985–9818 |
Gut zu wissen
- Die Anlage nie am Windfahnenschaft anheben oder tragen: Nur die zwei kleinen Schrauben 261 halten ihn am Schneckenrad. Fass sie am Gussteil am Fuß des Schafts (250) und am Pendelarm an, und binde vor dem An- oder Abbauen eine Sicherungsleine an.2,1
- Geht die Anlage schwer, zuerst Lager 328 im Kegelradgetriebe ansehen. Bevor du die Zahnräder zerlegst, merk dir ihre Stellung: Bei senkrechter Fahne und senkrechtem Pendel zeigt der Arm des kleinen Kegelrads auf Viertel nach zwölf.2
- Pendelruderblatt verloren? Ein einfaches Brett von etwa 120 × 900 × 20 mm bringt dich nach Hause, solange rund ein Fünftel seiner Fläche vor dem Schaft liegt. Steuert das Blatt die Fahne statt umgekehrt, liegt zu viel davon vorn.2
- Steuerleinen knoten statt spleißen, dann kannst du sie umdrehen und den Verschleiß verteilen. Zwei der Umlenkblöcke mit dünner Leine (etwa 3 mm) am Boot befestigen, als bewusste Sollbruchstelle, falls das System überlastet wird.2
- Gebraucht kaufen: Jede Windpilot ist für ihr erstes Boot konfiguriert (Halterung, Länge von Ruder- und Fahnenschaft, Pinne oder Rad), und gebrauchte Anlagen kommen selten mit Leinen, Blöcken und Schäkeln. Windpilot bietet an, anhand eines Fotos und deines Bootstyps zu prüfen, ob eine Anlage passt, und warnt, dass vernachlässigte Anlagen jahrelang Salz und Schmutz in den Lagern haben können.24
- Mit der Neukonstruktion von 1998 haben sich die Teilenummern geändert: Die Pacific aus Sandguss von 1985 bis 1998 hat eigene, zweistellige Nummern, die nur auf Windpilots Zeichnungen vor 1998 stehen. Sag Windpilot bei der Bestellung, welche Ausführung du hast.19
Auf dem Marktplatz
Du suchst ein Teil für die Windpilot Pacific? Gib ein Gesuch in der App auf — kostenlos, es liegt auf der Live-Karte, und Bootsleute in der Nähe, die das Teil an Bord haben, können antworten.
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Quellen
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/stupacen
- windpilot.com/n/pdf/2020/Pacific_EN.pdf
- windpilot.com/n/wind/en/prod/stan/
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/stuligen
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/stupluen
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/zeipacific
- windpilot.com/n/pdf/2020/Pacific_Light_EN.pdf
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/stuzuben
- windpilot.com/n/wind/en/prod/zube/
- windpilot.com/blog/en/tec-news/production-2/production/
- windpilot.com/n/wind/en/comp/prod/
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/manpluen
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/stusosen
- windpilot.com/n/wind/en/prod/sosr/
- windpilot.com/n/wind/en/prod/paci/
- windpilot.com/n/wind/en/prod/lite/
- windpilot.com/n/wind/en/prod/plus/
- windpilot.com/blog/en/tec-news/typology-and-history/
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/zeipacific98
- windpilot.com/blog/en/tec-news/sos-rudderless/
- windpilot.com/n/pdf/WP.PDF
- windpilot.com/blog/en/tec-news/advice/pacific-pacific-plus/
- windpilot.com/n/wind/en/serv/manu/flapaccm
- windpilot.com/blog/en/tec-news/pre-loved/
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