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Service › Motoren- & Ausrüstungs-Handbücher › Yanmar SD50 / SD60

Yanmar · Saildrive

Yanmar SD50 / SD60

SD50 und SD60 sind Yanmars größere Saildrives für die Drei- und Vierzylinder der JH-Serie mit etwa 39 bis 80 PS und stecken in vielen mittelgroßen Serienyachten und Fahrtenkatamaranen. Der SD50 – und der SD50-4T hinter dem Turbomotor 4JH4-TE – hat eine Konuskupplung und eine Untersetzung von 2,32:1 und läuft mit Quicksilver-Getriebeöl; der ältere SD40 teilt viele seiner Verschleißteile. 2013 übernahm der SD60 mit Lamellenkupplung, Untersetzungen von 2,23:1 oder 2,49:1 und normalem Motoröl 15W-40, das sich von innen absaugen lässt; es gibt ihn als SD60-5 und SD60-4, jeweils mit Standard- oder verlängertem Unterwasserteil. Öl, Dichtungen, Anoden und Intervalle unterscheiden sich, darum steht bei jedem Teil und Intervall unten, zu welchem Antrieb es gehört.

  • Handbücher & Unterlagen
  • Verschleißteile & Teilenummern
  • Wartungsintervalle
  • Technische Daten
  • Gut zu wissen
  • Videos & Anleitungen
  • Verbaut in
  • Auf dem Marktplatz

Handbücher & Unterlagen

Die Links führen direkt zu Yanmar. Wir hosten keine Handbücher oder Zeichnungen — die Fassung des Herstellers ist die aktuelle.

  • Betriebsanleitung Saildrives SD25 / SD60 / SD110 / SD150 (0ASDM-DE0042, April 2026) Betriebsanleitung yanmar.com · PDF · EN · DE · FR
  • Betriebsanleitung Saildrives SD20 / SD50 / SD50-4T, März 2009 (englisch) Betriebsanleitung yanmar.com · PDF · EN
  • Teilekatalog SD60-4 / SD60-4EXT / SD60-5 / SD60-5EXT (0CR10-M85900EN, Stand November 2019; Erstausgabe Juli 2013), gehostet vom Yanmar-Händler Mécanique Plaisance (englisch) Teilekatalog mecanique-plaisance-finistere.com · PDF · EN
  • Teilekatalog Motor 4JH4AE (0CR10-M68301EN) mit hinterem SD50-Lager und Kupplung, gehostet vom Yanmar-Händler Mécanique Plaisance (englisch) Teilekatalog mecanique-plaisance-finistere.com · PDF · EN
  • SD60-Leinenschneider: Einbau- und Bedienungsanleitung (niederländisch, englisch, deutsch, französisch, spanisch, italienisch) Einbauanleitung yanmar.com · PDF · NL · EN · DE · FR · ES · IT
  • Yanmar-Produktseite SD60: technische Daten, Betriebsanleitungen in 13 Sprachen und Einbauzeichnungen (englisch) Produktseite yanmar.com · EN
  • Yanmar-FAQ: Betriebsanleitungen, Werkstatthandbücher und Teilelisten über den Händler beziehen Handbuch-Portal yanmar.com · EN
  • Yanmar-Händlersuche Handbuch-Portal yanmar.com · EN

Verschleißteile & Teilenummern

TeilOEM-NummerAlternativenHinweis
Ringanode196420-026523,1,2,4,5Tecnoseal (via Parts4Engines) P4E495201305101AnodeFactory R8013052SD40/SD50: einteiliger Zinkring am unteren Getriebegehäuse vor dem Propeller (etwa 147 mm lang, 108/66 mm Außen-/Innendurchmesser, 25 mm hoch, Lochabstände 73 und 43 mm); zum Wechseln muss der Propeller ab. Händler führen ihn für SD20 bis SD60, Yanmars SD60-Teilekatalog zeigt am SD60 aber nur den zweiteiligen Satz.
Ringanode196440-026609,10,6,11,12Tecnoseal (via Parts4Engines) P4E49520130511 / P4E495201309976,7AnodeFactory T01305/18SD20 bis SD50: Yanmars optionale zweiteilige Zinkanode aus der Anleitung von 2009, zwei Hälften. Sie lässt sich bei montiertem Propeller wechseln, im Wasser oder durch einen Taucher. Der erste Satz braucht zwei Edelstahl-Montageplatten 196440-02690, vier Senkschrauben 196440-02700 und zwei Schrauben 8 × 20 26453-080202; spätere Hälften werden direkt auf die Platten geschraubt. P4E49520130997 von Parts4Engines kommt mit den Platten.
Ringanode196450-024925,14,15,16,13,17ersetzt 196450-02491ersetzt 196450-02490AnodeFactory T01305/1AL13SD60 serienmäßig: zweiteiliger Aluminium-Anodensatz mit zwei Hälften 196450-02500 (heute 196450-02501), zwei Edelstahlplatten 196440-02690, vier Senkschrauben M6 × 18 196440-02701 und zwei Schrauben M8 × 16 26453-080162. Passt als Nachrüstung auch an SD20 bis SD50. Sitzen die Platten, werden die Hälften ohne Abziehen des Propellers gewechselt; Aluminium verlangt Yanmar heute für Salz- und Brackwasser.
Ringanode196450-025015,18,19ersetzt 196450-02500—Einzelne Aluminiumhälfte für den zweiteiligen Satz, zwei nötig; sie wird auf die Montageplatten geschraubt und passt damit serienmäßig an den SD60 und an SD20 bis SD50, sobald die Platten nachgerüstet sind.
Dichtungssensor196420-028025,20,21ersetzt 196420-02801—Sitzt zwischen Membran A und B und schaltet Lampe und Summer „Wasser im Saildrive“; abgedichtet mit Dichtring 14 × 1,0 23418-140000. Der SD60-Katalog nennt 196420-02801, die durch 196420-02802 ersetzt wurde; De Dieseldokter führt den Sensor für SD20 bis SD60.
Saildrive-Membran196420-0271122,23,24,9—SD40/SD50: äußere Membran A zwischen Antrieb und Rumpf. Nur eine Quelle: Allein De Dieseldokter bestätigt die Passform (SD20 bis SD50) und verkauft A und B mit ihren Spannbändern auch als Manschettensatz. Diesel Parts Direct führt eine zweite „Membran A“, 196420-02712, ohne Angabe, wofür sie passt, also beim Händler nachfragen. Der Wechsel ist laut Yanmar Händlerarbeit an Land.
Saildrive-Membran196420-0272025,23,26—SD40/SD50: innere Membran B hinter A, dazwischen sitzt der Dichtungssensor. Nur eine Quelle: Die Passform bestätigt allein De Dieseldokter (SD20 bis SD50).
Membransatz196460-02710 · 196460-02720 · 196460-027005,17,27,28,29—SD60 (alle vier Versionen): die beiden Rumpfmembranen 196460-02710 und 196460-02720 plus Klemmring 196460-02700, den Yanmar nie wiederverwenden lässt. Dazu gehören Sprengringe 196460-02730 (ersetzen 196460-02740) und O-Ring 196460-02810; De Dieseldokter verkauft Membranen, zwei Sprengringe und den O-Ring als Satz. Fällig alle 7 Jahre.
Gummischürze zum Rumpf196420-0255131,30,4ersetzt 196420-02550Parts4Engines P4E49520130619 / P4E4952013062030SD40/SD50: Gummischutz, der rund um das Unterwasserteil an den Rumpf geklebt wird, etwa 317 × 237 mm. Er hält die Sonne von Membran A fern und gehört nicht zum Membransatz. P4E49520130620 von Parts4Engines kommt mit Dichtmasse.
Gummischürze zum Rumpf196460-025505,32,33—SD60 (alle vier Versionen): die Gummimanschette, die rund um das Unterwasserteil an den Rumpf geklebt wird; nicht im Membransatz enthalten.
Wellendichtung196440-0287134,4,35,36—SD40/SD50: Wellendichtring der Propellerwelle, zwei nötig. Nur eine Quelle: De Dieseldokter verkauft 196440-02871 für SD40/SD50, Murray Yacht Sales nennt 196440-02870, eine Ersetzung war nicht zu finden, also beim Händler nachfragen. Zur selben Arbeit gehört der Stützring 24372-000460 des Lagergehäuses, geführt für SD40, SD40-4T, SD50 und SD50-4T.
Wellendichtung196460-026205,37,38—SD60: zwei Abtriebs-Wellendichtringe am Lagerträger, dazu zwei O-Ringe 196460-02630. Milchiges Öl heißt meist, dass diese Dichtringe Wasser durchlassen. Gibt es auch als Yanmar-Dichtsatz, nächste Zeile.
Dichtsatz Unterwasserteil796460-0295039—SD60 (SD60-4, -4EXT, -5, -5EXT): Yanmars Dichtsatz für die Abtriebs- bzw. Propellerwelle.
Dichtungssatz796460-029105,40—SD60: oberer Dichtsatz mit Eingangs-Wellendichtring 196460-02260, Dichtung 196460-02270, O-Ringen 196460-02360 und 2 × 196460-02430 sowie Dichtring 196460-06320.
Ölmessstab196420-0235041,42,9—SD40/SD50: Peilstab mit gelber Kappe, zugleich die Einfüllöffnung; gleich wie bei SD20, SD25 und SD30.
Ölmessstab196460-023905,43,44,45,17ersetzt 196460-02350—SD60: Peilstab, seit August 2014 196460-02390; O-Ring 196460-02360. Frisches Öl wird durch die Peilstaböffnung eingefüllt.
Dichtring Ablassschraube189010-0113046,4—SD40/SD50: Kunststoff-Dichtscheibe der unteren Ablassschraube, geführt von De Dieseldokter und Murray Yacht Sales; bei jedem Ölwechsel erneuern.
Dichtring Ablassschraube196460-026105,47,48,17—SD60: O-Ring der Ablassschraube 196460-02590 (Schraube 196460-02600); bei jedem Ölwechsel erneuern und die Schraube mit 10 Nm anziehen.
Getriebeöl92-850743A19—SD50/SD50-4T: Quicksilver High Performance Gear Lube (MerCruiser-Nummer) in Flaschen zu 0,946 l, laut Yanmar Pflicht; mit der MerCruiser-Pumpe 91-85729A1 wird direkt aus der Flasche gefüllt. Nicht für den SD60, der Motoröl SAE 15W-40 bekommt.
Ölwechsel-Adapter196311-929609—SD50/SD50-4T: Adapter M10 × 1,5 (Gewinde höchstens 12 mm lang) für den Ölwechselstopfen unter dem Schalthebel, mit O-Ring 24311-000100, steifem Schlauch 196440-92970 (14–16 mm innen) und optionaler Handpumpe 28210-000080. Im Wasser braucht man einen, an Land zwei.
Propeller-Befestigungssatz796450-092015,49ersetzt 796450-09200—Optionaler Mutternsatz für einen Festpropeller: Schraube M8 × 105, Distanzstück, Nylonmutter, M8-Mutter, Propellermutter mit Einsatz, Propellerscheibe 196420-09220 und Sicherungsmutter. Steht im SD60-Katalog; Diesel Parts Direct führt ihn auch für SD40, SD50 und SD50-4T (dafür nur eine Quelle).
Saildrive-Lager196440-0238050,51,52—SD40/SD50 hinter den 4JH-Motoren: Stoßdämpfer „430“ unter dem Saildrive, Teil der Dämpfereinheit 796440-08630 mit Scheibe 196440-02390. Für 3JH-Motoren mit Saildrive führt De Dieseldokter stattdessen den Dämpfer 196420-02310 (nur eine Quelle).
Saildrive-Lager196460-023105—SD60: Lagereinheit unter dem Antrieb, mit Sicherungsmuttern 196460-02320 (später 196460-02690) und Gummiauflage 196460-02460.

Nummern am 12. Oktober 2026 anhand der Quellen unten geprüft. Vor dem Bestellen immer mit Seriennummer und genauem Typ abgleichen.

Wartungsintervalle

ArbeitIntervall
Ölstand prüfenSD50 und SD60: vor jedem Start, Peilstab nur auf das Gewinde gesetzt, nicht eingeschraubt9,17
Ölwechsel SaildriveSD50/SD50-4T: erstmals nach 50 h oder 1 Monat, danach alle 250 h; vor dem Öffnen der Ablassschraube den Antrieb mindestens 5 Minuten abkühlen lassen9
Ölwechsel SaildriveSD60: erstmals nach 50 h oder 1 Monat, danach alle 250 h oder einmal im Jahr17
Saildrive-AnodeSD50/SD50-4T: alle 100 h oder 6 Monate prüfen und ersetzen, spätestens wenn die Hälfte der Anode weg ist9
Saildrive-AnodeSD60: alle 250 h oder einmal im Jahr sowie bei jedem Kranen prüfen und ersetzen17
Saildrive-MembranSD50/SD50-4T: Membranen A und B mindestens alle 2 Jahre am aufgebockten Boot prüfen und alle 5 Jahre ersetzen (Händler); Dichtungssensor jährlich prüfen9
Saildrive-MembranSD60: jährlich prüfen und beide Membranen alle 7 Jahre mit neuem Klemmring ersetzen, früher, wenn die Dichtungslampe je geleuchtet hat; Dichtungssensor alle 250 h oder einmal im Jahr prüfen17
KupplungSD50/SD50-4T: Schaltmechanik nach den ersten 50 h, dann alle 250 h; Konuskupplung alle 500 h prüfen und läppen oder ersetzen, nach 2000 h ersetzen (Händlerarbeiten)9
MotorlagerSD50 und SD60: flexible Lager jährlich prüfen (SD60: alle 250 h oder einmal im Jahr) und bei weniger als 1 mm Spiel ersetzen; spätestens alle 2000 h erneuern9,17
PropellerSD60: Propellermutter alle 250 h oder einmal im Jahr bei gekrantem Boot fetten und nachziehen; Faltpropeller: bei jedem Kranen prüfen, ob die Blätter frei öffnen, und die Bolzen fetten17
Schläuche & SchellenSD60: Schlauchschellen und Masseverbindung alle 250 h oder einmal im Jahr; der Schlauch am Seewasserhahn bekommt zwei Schellen17
KühlsystemSD50 und SD60: die Kühlwasser-Einlassöffnungen im Unterwasserteil jährlich und bei jedem Kranen reinigen9,17
EinwinternVor Frost das Kühlwasser des Motors samt dem Wasser im Saildrive-Gehäuse ablassen, sonst kann das Gehäuse reißen; bei jedem Kranen die Beschichtung des Unterwasserteils ausbessern (nie kupfer- oder zinnhaltige Farbe) und vor dem Winterlager an Land den Gummischutz am Rumpf prüfen9,17

Die SD50-Zeilen stammen aus Yanmars Betriebsanleitung SD20/SD50/SD50-4T (März 2009), die SD60-Zeilen aus der Betriebsanleitung SD25/SD60/SD110/SD150 (0ASDM-EN0042, April 2026); Stunden oder Zeit, je nachdem, was zuerst eintritt. Unsicher, welcher Antrieb verbaut ist? Das Typenschild am Unterwasserteil verrät es.

Technische Daten

BauartSaildrive mit eigenem Ölbad; zwei Gummimembranen dichten den Rumpfdurchbruch ab, ein Dichtungssensor dazwischen lässt die Lampe „Wasser im Saildrive“ leuchten und den Summer ertönen, wenn die äußere undicht ist. SD50/SD50-4T: mechanische Konuskupplung (ein Schleifgeräusch beim Einkuppeln ist normal). SD60: mechanische Lamellenkupplung9,17
MotorisierungenSD50: 3JH4CE, 3JH5CE (28,7 kW), 4JH4ACE, 4JH5CE (39,6 kW); SD50-4T: 4JH4-TCE (55,2 kW). SD60-5: 3JH40 (29,4 kW), 4JH45 (33,1 kW), 4JH57 (41,9 kW); SD60-4: 4JH80 (58,8 kW). Yanmars SD60-Seite nennt außerdem 3JH5E, 4JH5E und 4JH4-TE9,17,53
VersionenSD50/SD50-4T: Standard- oder Long-Reach-Unterwasserteil mit 58 mm oder 100 mm Verlängerung. SD60-5 (Kupplungsglocke SAE #5) und SD60-4 (SAE #4, hinter dem 4JH80), jeweils mit Standard- oder verlängertem Unterwasserteil (EXT, 75 mm länger). Das Typenschild am Antrieb nennt die Ölmenge (SD50) bzw. Untersetzung und Ölsorte (SD60)9,17,53
BauzeitSD40 und SD50 in den 2000er-Jahren (die Betriebsanleitung des SD50 stammt von 2009); SD60 ab 2013, die Erstausgabe seines Teilekatalogs ist auf Juli 2013 datiert5,9
UntersetzungSD50/SD50-4T: 2,32:1 vorwärts und rückwärts, etwa 1293 (SD50) bzw. 1337 (SD50-4T) Propeller-U/min bei Nenndrehzahl. SD60: 2,23:1 oder 2,49:1 vorwärts und rückwärts, z. B. 1345 bzw. 1205 Propeller-U/min bei 3000 Motor-U/min9,17
DrehrichtungEingangswelle von achtern gesehen gegen den Uhrzeigersinn; die Propellerwelle kann in beide Richtungen drehen, welche Hebelrichtung „voraus“ ist, wird beim Anschließen des Schaltzugs festgelegt9,17
Getriebeöl SaildriveSD50/SD50-4T: Quicksilver High Performance Gear Lube, von Yanmar vorgeschrieben. SD60: Dieselmotoröl API CD oder höher, SAE 15W-409,17
Ölmenge SaildriveSD50/SD50-4T: 2,2 l Standard; Long-Reach 2,35 l (58 mm Verlängerung) oder 2,45 l (100 mm Verlängerung); SD40: 1,8 l. SD60: 2,8 l Standard, 3,0 l verlängert. Bis zur Marke füllen, den Peilstab dabei nur auf das Gewinde setzen, und nach 15 Minuten noch einmal prüfen9,17
TrockengewichtSD50 39 kg, SD50-4T 41 kg; SD60-5 43,6 kg (verlängert 48,2 kg), SD60-4 45,1 kg (verlängert 49,7 kg)9,17
PropellerSD50/SD50-4T: bis 18 Zoll Durchmesser, Falt- oder 2-Blatt-Festpropeller. Yanmar verlangt an allen SD-Antrieben eine Gummibuchse in der Propellernabe, sonst nehmen Welle, Lager und Zahnräder Schaden9
AnzugsmomenteSD50/SD50-4T: Propellermutter M20 80–100 Nm, Sicherungsschraube M8 × 75 11–15 Nm. SD60 mit Yanmars Leinenschneider: Stehbolzen M8 × 60 13,7–15,7 Nm mit Loctite 271, Propellermutter 196460-09310 113–123 Nm; ohne Leinenschneider gelten die Angaben des Propellerherstellers. SD60-Anodenschrauben M8 (Innensechskant 6 mm): 20 Nm9,54,17
Anzugsmoment AblassschraubeSD60: untere Ölablassschraube 10 Nm, immer mit neuem O-Ring17
SteuerungEinhebel-Fernbedienung mit Morse-33C-Zug oder gleichwertig. SD60: 70 mm Weg am Schaltkopf; der Schalthebel muss sich in jede Richtung mindestens 35 mm (äußerer Anlenkpunkt) bzw. 30 mm (innerer) bewegen und in Neutral im rechten Winkel zum Zug stehen9,17

Gut zu wissen

  • Die Öle nicht verwechseln: SD50 und SD50-4T laufen mit Quicksilver High Performance Gear Lube, der SD60 mit normalem Dieselmotoröl SAE 15W-40 (2,8 l, 3,0 l mit verlängertem Unterwasserteil). Vor dem Ölkauf auf dem Typenschild nachsehen, welcher Antrieb verbaut ist.9,17
  • Beim SD60 geht der Ölwechsel von innen: den Stopfen 196460-02420 vom Ölabsaugrohr nehmen, einen Handpumpenschlauch bis zum Grund schieben, das Altöl absaugen und durch die Peilstaböffnung neu füllen. An Land stattdessen die untere Ablassschraube öffnen (neuer O-Ring, 10 Nm) und frisches Öl von unten einpumpen. Auch der SD50 lässt sich im Wasser leeren, über Yanmars Adapter 196311-92960 im Stopfen unter dem Schalthebel.17,5,9
  • Die Konuskupplung des SD50 verschleißt: lange Fahrt mit eingelegtem Gang bei niedriger Drehzahl meiden und beim Segeln den Hebel immer auf Neutral, denn Rutschen lässt die Garantie erlöschen. Rutscht sie oder greift vorwärts unter Last nicht mehr, müssen die Konen geläppt oder ersetzt werden; Yanmar sieht alle 500 h eine Prüfung vor.9
  • Unter Segeln wollen die beiden Antriebe verschiedene Hebelstellungen: Der SD50 segelt in Neutral, beim SD60 mit Festpropeller verlangt Yanmar RÜCKWÄRTS (und höchstens 10 Knoten). Mit Falt- oder Drehflügelpropeller am SD60 kurz RÜCKWÄRTS einlegen, damit die Blätter einklappen, dann zurück auf Neutral.9,17
  • Anoden: Aluminium (bei den älteren Antrieben auch Zink) im Salz- und Brackwasser, Magnesium nur im Süßwasser, im Meer ist es in Wochen weg. Anoden nie überstreichen, kein kupfer- oder zinnhaltiges Antifouling auf das Aluminium-Unterwasserteil, und ein Bronze- oder anderer Nicht-Aluminium-Propeller braucht eine eigene Anode.17,9
  • Leuchtet die Lampe „Wasser im Saildrive“, ist die äußere Membran undicht und nur noch die innere hält das Meer draußen: Motor aus, einen Hafen ansteuern und Kranen einplanen, statt nur den Summer abzustellen. Beim SD60 sind die Membranen ohnehin alle 7 Jahre fällig, immer mit neuem Klemmring.17,9

Videos & Anleitungen

Links zu YouTube, nichts eingebettet. Zuerst der Kanal des Herstellers, dann Kanäle, die wir für dieses Modell klar und korrekt fanden.

  • Abtriebs-Wellendichtringe am SD60 wechseln (englisch) Video Travel Sketch · EN · 25 min
  • Überholung eines SD40/SD50 in der Werkstatt (englisch) Video Salty Mechanics By Krogsrud Marine · EN · 18 min
  • Kupplungskonen am SD50 ausbauen und läppen (englisch) Video Larry Meyer · EN · 15 min
  • Kupplungs-Upgrade-Kit für SD40/SD50: Konen läppen und einstellen Video Tipps und Hinweise zur Technik von Segelyachten · DE · 31 min

Verbaut in

Boote, bei denen die Werft es als Standard- oder Sonderausstattung nennt:

  • Leopard 42 — Yanmar SD60 × 2 (2. Generation: das Modell nennt nur das Blatt von Simonis Voogd vom Mai 2019)
  • Leopard 45 — Yanmar SD60 × 2 (Alle Leopard 45; das Modell nennt nur das Datenblatt von Simonis Voogd vom Januar 2016)

Auf dem Marktplatz

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Quellen

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  2. anodefactory.co.uk/products/yanmar-motoranod-collar-zink-0-745kg-y196420-02652
  3. dedieseldokter.nl/en_GB/a-96744520/anode/yanmar-sd20-sd25-sd30-sd31-sd40-sd-50-sd60-zinc-…
  4. murrayyachtsales.com/yanmar-sail-drive-maintenance/
  5. mecanique-plaisance-finistere.com/yanmar/pdfmoteur/sd60.pdf
  6. parts4engines.com/products/yanmar-split-collar-zinc-anode
  7. parts4engines.com/products/yanmar-split-collar-zinc-anode-mounting-bracket-kit
  8. anodefactory.co.uk/products/zinkanod-yanmar-split-collar-for-saildrive-yanmar-sd20-sd60-s…
  9. yanmar.com/media/global/com/product/marinepleasure/sailBoatPropulsion/operationmanualgear…
  10. dedieseldokter.nl/en_GB/a-58717049/anode/yanmar-sd20-sd30-sd40-sd50-sd60-saildrive-zinc-a…
  11. dieselpartsdirect.com/ym19644002690
  12. dedieseldokter.nl/en_GB/a-58717064/anode/yanmar-mounting-plates-for-divisible-anodes/
  13. anodefactory.co.uk/products/aluminiumanod-yanmar-split-collar-for-saildrive-yanmar-sd20-s…
  14. dieselpartsdirect.com/ym19645002491
  15. dieselpartsdirect.com/ym19645002492
  16. dedieseldokter.nl/en_GB/a-97719558/anode/yanmar-saildrive-anode-kit-aluminum-with-mountin…
  17. yanmar.com/marine/wp-content/uploads/2020/03/0ASDM-EN0042-Apr.2026-0_SD-OPM_20260427.pdf
  18. dieselpartsdirect.com/ym19645002501
  19. dedieseldokter.nl/en_GB/a-63800188/anode/yanmar-sd20-sd30-sd40-sd50-sd60-saildrive-alumin…
  20. dieselpartsdirect.com/ym19642002802
  21. dedieseldokter.nl/en_GB/a-98731401/sd20-and-sd30-saildrive-parts/yanmar-saildrive-cuff-wa…
  22. dedieseldokter.nl/en_GB/a-88829505/sd20-and-sd30-saildrive-parts/yanmar-saildrive-sd20-sd…
  23. dedieseldokter.nl/en_GB/a-67478395/sd20-and-sd30-saildrive-parts/yanmar-sd20-sd25-sd30-sd…
  24. dieselpartsdirect.com/ym19642002711
  25. dedieseldokter.nl/en_GB/a-88829331/sd20-and-sd30-saildrive-parts/yanmar-saildrive-sd20-sd…
  26. dieselpartsdirect.com/ym19642002720
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  28. dieselpartsdirect.com/ym19646002710
  29. dieselpartsdirect.com/ym19646002730
  30. parts4engines.com/products/yanmar-saildrive-seal
  31. dieselpartsdirect.com/ym19642002551
  32. dieselpartsdirect.com/ym19646002550
  33. dedieseldokter.nl/en_GB/a-95641013/sd60-saildrive-parts/yanmar-sd60-196460-02550-rubber-f…
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