Hallberg-Rassy · Segelyacht
Hallberg-Rassy 352
Die Hallberg-Rassy 352 ist eine 10,54 m lange Mittelcockpit-Fahrtenyacht, gezeichnet von Olle Enderlein zusammen mit Christoph Rassy und gebaut von Hallberg-Rassy in Ellös (Schweden): laut Modellseite der Werft 802 Rümpfe von 1978 bis 1991, laut ihrer Firmengeschichte mehr als 800 bis 1989. Sie war einer der ersten 35-Füßer mit einem Durchgang unter Deck zur separaten Achterkabine und hat eine feste Windschutzscheibe, einen 3 t schweren, in einer tiefen Bilge einlaminierten Eisenkiel und ein Skegruder; der Rumpf wurde 1980 und noch einmal um 1986 um einige Zentimeter erhöht, Pantry, Niedergang und Salon-Skylight wurden zwischen 1984 und 1986 verbessert. Der Motor hängt vom Baujahr ab: ein Volvo Penta MD21B, bis dessen Produktion Ende 1984 auslief, danach der Turbodiesel Volvo Penta 2003T mit 32 kW (43 PS) und bei einigen späten Booten auf Wunsch der MD22P mit 57 PS. Es gab ein Standardrigg mit einer Saling oder ein höheres Rigg mit zwei Salingen, dazu die besser ausgestattete Scandinavia-Version mit Dieselheizung, Druck- und Warmwasser, Kühlkompressor und dritter Batterie. Hallberg-Rassy bietet Betriebsanleitung, Baubeschreibung von 1987, Schaltplan und Zeichnungen weiterhin kostenlos zum Download an und verkauft Ersatzteile über Hallberg-Rassy Parts in Ellös.
- Handbücher & Unterlagen
- Ausrüstung & ihre Handbücher
- Technische Daten
- Gut zu wissen
- Videos & Anleitungen
- Auf dem Marktplatz
Handbücher & Unterlagen
Die Links führen direkt zu Hallberg-Rassy. Wir hosten keine Handbücher oder Zeichnungen — die Fassung des Herstellers ist die aktuelle.
- Hallberg-Rassy 352 auf der Werft-Website: Geschichte, Änderungen nach Baujahr, Datenblatt und alle Downloads Produktseite hallberg-rassy.com · EN · DE · SV
- Betriebsanleitung der HR 352 (Rigg, Motoreinbau, Brennstoff-, Wasser- und Elektroanlage, Pflege, Schalt- und Leitungspläne; englisch) Betriebsanleitung hallberg-rassy.com · PDF · EN
- Baubeschreibung der HR 352 ab Dezember 1987, mit der Zusatzausstattung der Scandinavia (englisch) Datenblatt hallberg-rassy.com · PDF · EN
- Original-Farbprospekt der HR 352 (Motor MD21B, Edson-Steuerung, Lewmar-Winschen) Prospekt hallberg-rassy.com · PDF · EN · DE · SV
- Schaltpläne der HR 352 (Schalttafel, Heizung, Kühlschrank, Kabelverlauf im Rumpf; englisch/schwedisch) Schaltplan hallberg-rassy.com · PDF · EN · SV
- Betriebsanleitung für HR 352, HR 38 und HR 42E (Anfang der 1980er) Betriebsanleitung hallberg-rassy.com · PDF · DE
- Einrichtungszeichnung von Olle Enderlein, 1978, geändert 1987 (Grundriss, Tanks, Kiel; englisch) Datenblatt hallberg-rassy.com · JPG · EN
- Segelplan der HR 352 Datenblatt hallberg-rassy.com · GIF · EN
- Cutless-Lager wechseln, ohne die Welle zu ziehen (Hallberg-Rassy, 2004; englisch) Wartungsanleitung hallberg-rassy.com · PDF · EN
- Daten zum Cutless-Lager: Stevenrohr-Lagergehäuse und Gummilager nach Wellendurchmesser (englisch/schwedisch) Teilekatalog hallberg-rassy.com · PDF · EN · SV
- Skizze der Ruderkonstruktion von Olle Enderlein (Stopfbuchse, unterer Ruderbolzen, Ausbau der Welle; englisch) Wartungsanleitung hallberg-rassy.com · PDF · EN
- Zweite Ruderskizze: Ruderbeschläge aus Bronze und die Spachtelmasse darüber Wartungsanleitung hallberg-rassy.com · PDF · DE · EN
- Ruder aus- und einbauen, geschrieben von einem HR-312-Eigner (laut Werft auch für die 352 nützlich; englisch) Wartungsanleitung hallberg-rassy.com · PDF · EN
- Skizze Winterlagerbock, Seite 1 Datenblatt hallberg-rassy.com · JPG · EN
- Skizze Winterlagerbock, Seite 2 Datenblatt hallberg-rassy.com · JPG · EN
- Handbuch-Seite von Hallberg-Rassy: HR-352-Anleitungen auf Englisch und Deutsch, Seldén-Riggleitfaden, Link zu den Volvo-Penta-Handbüchern Handbuch-Portal hallberg-rassy.com · EN
- Hallberg-Rassy Parts AB in Ellös: Ersatzteile und Zubehör, Telefon und Webshop Ersatzteil-Shop hallberg-rassy.com · EN
- Hallberg-Rassy Owners Association (Großbritannien): Forum und technische Bibliothek für Mitglieder (englisch) Handbuch-Portal hroa.co.uk · EN
Ausrüstung & ihre Handbücher
Standardausrüstung laut Werftunterlagen. Boote wurden mit Optionen bestellt und seither umgerüstet — prüfen, was wirklich an Bord ist.
| Teil | Modell | Handbuch / Seite | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Motor | Volvo Penta MD21B1,2,3,4Serie ab 1978, bis Volvo Penta den Motor Ende 1984 einstellte: vier Zylinder, laut Prospekt 45 PS an der Welle, Einhebelschaltung an der Steuersäule | Volvo Penta MD21 Teile- & Wartungsseite | Laut Prospekt 7,2 kn Marschfahrt bei etwa 4,7 l Diesel pro Stunde. Kühlwassereinlass und Seewasserfilter sitzen an Backbord im Motorraum; das Belüftungsventil in der Kühlwasserleitung (Backbord vorn) soll laut Anleitung zweimal pro Saison ausgebaut, geöffnet und in Süßwasser gereinigt und die Membran geprüft werden. |
| Motor | Volvo Penta 2003T3,5,4Ab Ende 1984; Baubeschreibung Dezember 1987: Dreizylinder-Turbodiesel mit Direkteinspritzung, frischwassergekühlt mit Ölkühler, 32 kW (43 PS) bei 3200/min; Drehzahlmesser, Temperaturanzeige, Warnleuchten und Summer | Volvo Penta 2003 Teile- & Wartungsseite | Zugang zum Service vom Durchgang aus; zum Ausbau lässt sich eine verschraubte Platte im Cockpit abnehmen. Laut Anleitung die Motorbefestigungsschrauben nach den ersten 20 Stunden und danach jährlich prüfen und die Wellenausrichtung an der Kupplung mit der Fühlerlehre kontrollieren lassen. |
| Motor | Volvo Penta MD22P6,7,3Option gegen Ende der Bauzeit, in einigen Booten verbaut: 57 PS (deutsche und schwedische Werftseite; die englische nennt nur MD 22) | Volvo Penta MD22 Teile- & Wartungsseite | |
| Getriebe | Volvo Penta MS2B 2.4:15,4Zum 2003T laut Baubeschreibung Dezember 1987: Wende- und Untersetzungsgetriebe mit Einhebelschaltung | — | Das Getriebe der Boote mit MD21B nennen die Werftunterlagen nicht. |
| Propeller | 3-blade, 15 × 16 in, left-hand5,4Baubeschreibung Dezember 1987 (2003T): fester Dreiblattpropeller, 15 Zoll Durchmesser, 16 Zoll Steigung, linksdrehend | — | Bei Rückwärtsfahrt dreht der Bug nach Backbord; mit Ruder hart Backbord und abwechselnd langsam voraus und zurück dreht das Boot auf der Stelle. Über etwa 2000/min kavitiert der Propeller beim Manövrieren, besonders achteraus (Anleitung). |
| Welle & Stevenrohr | Ø 30 mm shaft · rubber cutless bearing5,8,9,4Baubeschreibung Dezember 1987: Edelstahlwelle 30 mm, wassergeschmiertes Gummilager (Cutless), Gummi-Wellendichtung im Rumpf; das Lagerblatt der Werft nennt für 30-mm-Wellen ein Gummilager von 127 mm Länge und 44 mm Außendurchmesser | — | Das Lager sitzt mit Madenschrauben in einem Bronzegehäuse und lässt sich meist mit einem Drahthaken herausziehen, ohne die Welle auszubauen; sitzt es fest, wird das Gehäuse (mit M10-Schrauben am Flansch gehalten) gegen den Uhrzeigersinn herausgedreht. Die Gummi-Wellendichtung braucht nur einen Hauch Fett und muss nach jedem Kranen zusammengedrückt werden, damit sich das Stevenrohr mit Wasser füllt (Anleitung). |
| Winschen | Lewmar 2-speed · reel halyard winches1,4Prospekt und Anleitung von 1979: Lewmar-Schotwinschen mit zwei Gängen und einrastenden Kurbeln, Fallwinschen als Reelwinschen mit geteilter Trommel und Bremse | — | Das Drahtfall erst auf den breiten Teil der Trommel und nur die letzten Törns auf den schmalen Teil wickeln, und die Bremse nie mit steckender Kurbel lösen: Die schlagende Kurbel kann einen Arm brechen (Anleitung). |
| Winschen | Lewmar 43C × 2 · 16ST × 2 · 7C5,4Baubeschreibung Dezember 1987: zwei Schotwinschen 43 mit zwei Gängen, zwei selbstholende Fallwinschen 16 und eine Reffwinsch 7, zwei einrastende 10-Zoll-Kurbeln | Lewmar-Winschen Ocean & EVO Teile- & Wartungsseite | Alle Winschen mindestens einmal im Jahr fetten, am besten vor dem Winterlager: Sicherungsring oben abnehmen und die Trommel abheben (Anleitung). Unsere Lewmar-Seite verlinkt Lewmars Wartungshefte für ältere Winschen. |
| Steuerung | Edson pedestal · 30-in wheel1,5,4,10Prospekt: Edson-Radsteuerung; Dezember 1987: Steuersäule mit Kette, Kettenrad und Edelstahldraht zu einem schweren Quadranten, 30-Zoll-Edelstahlrad mit Elchlederbezug und einstellbarer Bremse; GFK-Ruderblatt an 40-mm-Bronzewelle mit gegossenen Bronzebeschlägen | Edson-Ketten- und Drahtseilsteuerung: Planungs-, Einbau- und Wartungsanleitung (EB-381; englisch) | Die Anlage jedes Jahr prüfen und Rollen, Kette und Draht leicht mit Motoröl ölen; die Lager der Radwelle jedes zweite Jahr fetten, den Draht beim ersten gebrochenen Einzeldraht erneuern und die Spannung am Quadranten einstellen (Anleitung). |
| Mast & Rigg | Seldén, mast 206 × 139 mm5,4,3,11,12Dezember 1987: Seldén-Mast und -Baum aus silber eloxiertem Aluminium, Mast 206 × 139 mm mit einem Salingpaar, auf dem Kajütdach über einem verstärkten Schott, Baum 150 × 105 mm mit zwei Bindereffs und Unterliekstrecker, Baumniederholer mit Stange, alle Wanten und Stagen 8 mm mit 5/8-Zoll-Wantenspannern, Fallen aus Draht mit Tauwerkende; höheres Rigg mit zwei Salingpaaren als Option | Seldén: Hinweise und Tipps zu Riggen und Trimm (von der Handbuch-Seite der Werft verlinkt; englisch) | Mastlänge beim Standardrigg 12,90 m (Anleitung). Zum Trimm gibt die Anleitung für Vor- und Achterstag und Oberwanten etwa 2000 lb bei rund 4 Zoll Fall vor, die vorderen Unterwanten so, dass der Mast in halber Höhe etwa 1 Zoll nach vorn gebogen ist. |
| Segel | Polyant · main 25 m² + jib 27.5 m²5,4Dezember 1987: Segel von Polyant, Großsegel etwa 25 m² mit zwei Reffs und Arbeitsfock etwa 27,5 m²; die Scandinavia hat zusätzlich eine Genua mit 39 m² und eine Sturmfock mit 16,7 m² | — | Die Anleitung von 1979 fährt die leichte Genua (34 m²) am Wind bis Stärke 5, die Arbeitsfock von 16 bis 35 Knoten und die Starkwindfock (19 m²) ab etwa 30 Knoten, das volle Groß mit der Arbeitsfock bis Stärke 6. |
| Toilette | Manual sea toilet5,4,1In allen Unterlagen: geräumiger Toilettenraum an Backbord mit eingelassenem Porzellanbecken und Duschwanne mit Teakgräting; handgepumpte Seetoilette, Hersteller nicht genannt; kleiner Fäkalientank als Option | — | Den Hebel unter dem Pumpengriff auf „Dry“ stellen und Auslassventil und Ventil zum Fäkalientank auf See und beim Verlassen des Boots schließen (Anleitung). |
| Herd | Gas, 2 burners + oven, gimballed5,4,1Dezember 1987: kardanisch aufgehängter Zweiflammenherd mit Backofen und Zündsicherungen, Propan über eine feste Leitung mit Absperrhahn; laut Prospekt auch mit Petroleumkocher lieferbar | — | Hersteller nicht genannt. Zum Anzünden den Knopf eindrücken, auf Zündstellung drehen und 10–15 s halten; der Backofen hat einen eigenen kleinen Knopf (Anleitung). |
| Gasanlage | Propane, 2 × 6 kg4,5Belüfteter, nach außen entwässerter Gaskasten im Bug für zwei 6-kg-Flaschen über dem Kettenkasten, durchgehende 8-mm-Kupferleitung bis zum Absperrhahn am Herd; die Boote verließen die Werft ohne Flaschen und Regler | — | Einen 30-mbar-Regler einbauen und die Verbindungen ab und zu mit Seifenwasser prüfen (Anleitung). |
| Kühlschrank | Ice box 80 l · Frigoboat compressor5,1,13,4Serie: 80-l-Kühlbox mit Ablauf; die Scandinavia hat zusätzlich einen Kompressor, der sie zum Kühlschrank macht, im Schaltplan eine Frigoboat-Anlage mit Kompressorkupplung, versorgt über das Zündschloss des Motors | — | Unsere Frigoboat-Seite behandelt die heutigen 12/24-V-Anlagen, nicht dieses ältere System. |
| Heizung | Eberspächer D3L5,4,13Scandinavia (1987): Diesel-Luftheizung am Steuerbordschott im Motorraum, Abgas durch den blauen Streifen an Steuerbord, Frischluft über einen Kanal vom Kartentisch, Thermostat am Kartentisch | — | Sie saugt über ein eigenes Rohr aus dem Haupttank. Die Anleitung rät vom Betrieb über den Thermostaten ab: Häufiges Starten belastet die Batterien und verrußt den Rumpf um den Auspuff; ein optionales Gebläse lüftet den Motorraum nach langem Betrieb. |
| Wasserpumpe | Pressure pump + foot pump5,4Serie: Handpumpe für Frischwasser an der Pantry; Scandinavia: automatische Druckwasseranlage mit Pumpe im Motorraum und Druckausgleichsbehälter, dazu eine Fußpumpe (Zeichnung von 1988 in der Anleitung) | — | Den Druckausgleichsbehälter einmal im Jahr prüfen: etwa 1,0 bar bei abgeschalteter Pumpe und offenem Hahn (0,8–1,0 bar laut Zeichnung). Die Pumpe beim Verlassen des Boots abschalten; läuft sie bei geschlossenen Hähnen an, ist irgendwo eine Undichtigkeit. |
| Boiler | Engine-heated calorifier5,4,1Scandinavia: Boiler unter dem Boden der Segellast, beheizt über den Kühlkreislauf des Motors, mit Warmwasser unter Druck und Dusche im Toilettenraum; warmes Wasser etwa eine Viertelstunde nach dem Start, die Isolierung hält es über Nacht warm | — | |
| Bilgepumpe | Manual, in the oilskin locker4,5Eine Handlenzpumpe im Ölzeugschrank unter dem Niedergang; elektrische Pumpen gab es als Option | — | |
| Batterien | 12 V · 60 Ah start + 140 Ah service5,4Dezember 1987: Starterbatterie 60 Ah und 140 Ah für das Bordnetz in einem geschlossenen, belüfteten Kasten, zwei Hauptschalter am Niedergang; die Scandinavia hat eine dritte Batterie; die Anleitung beschreibt eine Motorbatterie mit 70 Ah und zwei Verbraucherbatterien mit 140 Ah | — | Die Lichtmaschine hängt über die Dioden fest an den Batterien, darum gilt Volvo Pentas Warnung, die Hauptschalter bei laufendem Motor nicht auszuschalten, für dieses Boot nicht. Lädt die Lichtmaschine wegen leerer Verbraucherbatterien nicht, die beiden Kreise kurz hinter den Hauptschaltern überbrücken (Anleitung). |
| Lichtmaschinen | 50 A · diode split charging5,4,13Dezember 1987: eine 50-A-Lichtmaschine am Motor lädt beide Kreise über einen Doppeldiodensatz; mit der optionalen zweiten Lichtmaschine lädt diese die Verbraucherbatterien und die serienmäßige die Starterbatterie (Anleitung und Schaltplan) | — | |
| Ankerwinde | Optional, manual or electric4,1Laut Anleitung Sonderausstattung; laut Prospekt passt eine Ankerwinde, ohne dass die Kette die Luke blockiert | — | Zum Fallenlassen die Kupplung mit der Kurbel an der Sternmutter außen am Kettenrad öffnen (gegen den Uhrzeigersinn), damit lässt sich die Kette auch bremsen; beim Einholen die Luke offen lassen, um zu sehen, wie sich die Kette auftürmt (Anleitung). |
| Anker | Folding fisherman 50 lb5,1,4Dezember 1987: klappbarer Stockanker mit 50 lb und 100 Fuß Ankerleine; die Bugrolle nimmt auch einen Pflugscharanker auf (Prospekt); Kettenkasten unter dem Gaskasten im Bug | — | |
| Instrumente | Sestrel compass · engine panel1,2,5,4Prospekt: Sestrel-Kompass auf der Steuersäule (in der deutschen Ausgabe Sestrel-Major); Dezember 1987: Kompass, Drehzahlmesser, Temperaturanzeige, Warnleuchten mit Summer, eine Instrumententafel im Cockpit und die Schalttafel mit Voltmeter, Wasser- und Tankanzeige am Kartentisch | — | |
| Luken & Fenster | Opening skylights · 9 mm acrylic ports5,3Fenster aus 9-mm-Acrylglas in Leichtmetallrahmen; zu öffnende Skylights über Vorschiffskabine, Toilettenraum, Salon und Achterkabine (Notausstieg) und ein Dorade-Lüfter achtern; größeres Salon-Skylight ab etwa 1986; feste Windschutzscheibe aus gehärtetem Glas in Leichtmetallrahmen mit einem zu öffnenden Feld und elektrischem Scheibenwischer, dazu eine Sprayhood | — |
Technische Daten
| Bauzeit | 1978 bis 1991 (Modellseite der Werft); die Firmengeschichte datiert das Boot auf 1977/78 und zählt mehr als 800 bis 1989; die erste Einrichtungszeichnung stammt vom August 19783,14,15 |
|---|---|
| Gebaute Einheiten | 802 (Modellseite der Werft); mehr als 800 (Firmengeschichte)3,14 |
| Konstrukteur | Olle Enderlein mit Christoph Rassy (die Werft nennt beide; die Einrichtungszeichnung ist von Enderlein signiert)3,4,15 |
| Werft | Hallberg-Rassy Varvs AB, Ellös, Schweden3 |
| Versionen | Standardrigg mit einem Salingpaar oder höheres Rigg mit zwei (anfangs fast nur Standard, zuletzt fast nur hoch; Boote mit Rollmast bekamen immer das hohe Rigg); die Scandinavia mit Zusatzausstattung; auf Wunsch ein 15 cm tieferes Cockpit mit eigenem Zugang zur Achterkabine statt des Durchgangs, und sehr wenige Boote mit Hardtop über einem solchen tieferen Cockpit3,5,1 |
| Länge über alles | 10,54 m (34 ft 7 in) vom Spiegel bis zum Vorsteven; im Datenblatt der Werft als Rumpflänge geführt3,4 |
| Wasserlinienlänge | 8,70 m (28 ft 7 in) in Ruhe3,4 |
| Breite | 3,38 m (11 ft 1 in); 3,42 m über der Scheuerleiste3,4 |
| Tiefgang | 1,67 m (5 ft 6 in), leeres Standardboot3,4 |
| Verdrängung | 6700 kg (14770 lb), leeres Standardboot; laut Anleitung etwa 6,7 t mit leeren Tanks3,4 |
| Ballast | 3000 kg Eisen (3 t im Datenblatt, 3000 kg Gusseisenkiel in der Einrichtungszeichnung)3,15,4 |
| Kiel | Flossenkiel mit dem Eisenballast in einer tiefen Bilge, vollständig in GFK einlaminiert; separater Skeg, an dem das Ruder hängt („divided fin and skeg“ im Prospekt)3,5,1,16 |
| Segelfläche | 52,5 m² mit Arbeitsfock, 64 m² mit Genua (Standardrigg); 51 m² im Datenkasten der Anleitung3,4 |
| Großsegel | Etwa 25 m² (269 sq ft), zwei Reffs (Baubeschreibung 1987)5 |
| Genua | Arbeitsfock etwa 27,5 m² serienmäßig; Genua 39 m² und Sturmfock 16,7 m² bei der Scandinavia; die Anleitung nennt außerdem eine leichte Genua mit 34 m² und eine Starkwindfock mit 19 m²5,4 |
| Masthöhe über Wasser | 14,53 m (47 ft 8 in) mit Standardrigg, 15,63 m (51 ft 3 in) mit hohem Rigg, ohne Windex; die Anleitung nennt 14,4 m über der Wasserlinie für das frühe Standardrigg3,4 |
| Motorisierungen | Volvo Penta MD21B (1978 bis Ende 1984), Volvo Penta 2003T (ab Ende 1984), MD22P als Option gegen Ende der Bauzeit3,6,1,5 |
| Motorisierung | MD21B: 45 PS an der Welle (Prospekt; 45 DIN-PS in der deutschen Ausgabe); 2003T: 32 kW (43 PS) bei 3200/min; MD22P: 57 PS1,2,5,3,6 |
| Reisegeschwindigkeit | 7,2 kn bei etwa 4,7 l Diesel pro Stunde mit dem MD21B (Prospekt); 8 kn im Datenkasten der Anleitung (2003T)2,1,4 |
| Kraftstofftank | 240 l in zwei Tanks: Haupttank mit etwa 150 l unter dem Motor mit Tankanzeige und Reservetank aus Edelstahl mit etwa 90 l unter dem Backbordsofa, der über ein Ventil in den Haupttank abgelassen wird (Baubeschreibung 1987 und Anleitung); die Einrichtungszeichnung von 1987 zeigt 175 und 105 l3,5,4,15 |
| Wassertank | 300 l in einem in den Rumpf einlaminierten Tank unter dem Salonboden, mit zwei Inspektionsluken zum Reinigen3,5,4,15 |
| Fäkalientank | Kleiner Fäkalientank als Option, auf See über ein Bodenventil entleert (Anleitung)4 |
| Stehhöhe | 1,85 m im Salon (Datenblatt); 1,89 m im Salon und 1,85 m im Toilettenraum laut Baubeschreibung 1987; der Rumpf wurde 1980 und um 1986 für mehr Stehhöhe erhöht3,5 |
| Kabinen | Vorschiffskabine, Toilettenraum mit Dusche, Salon mit Pantry und Kartentisch und eine separate Achterkabine, erreichbar durch den Durchgang mit Werkbank oder bei Booten mit tieferem Cockpit vom Cockpit aus5,1,3 |
| Kojen | Zwei in der Vorschiffskabine (2,05 m, mit Füllstück), zwei Sofakojen mit 2,0 m im Salon (die backbordseitige L-förmig) und die Kojen der Achterkabine5,1,15 |
| Rumpf | GFK-Rumpf mit einlaminierten Längsstringern; Deck und Aufbau 25 mm GFK-Sandwich mit PVC-Schaumkern, mit dem Rumpf überlappend verlaminiert; Stabdeck aus Teak, 1/2 Zoll; jeder Rumpf mit Lloyd’s Hull Construction Certificate5,1 |
| Abmessungen | Transporthöhe 3,70 m mit und 3,31 m ohne Windschutzscheibe (Datenblatt); 3,35 m von der Kielunterkante bis zur Oberkante des GFK-Süllrands ohne Windschutzscheibe, Kompass, Rad und Bugkorb (Anleitung)3,4 |
Gut zu wissen
- Hallberg-Rassy stellt die Unterlagen der 352 kostenlos online: die englische Betriebsanleitung mit Brennstoff-, Wasser- und Schaltplänen, die Baubeschreibung vom Dezember 1987, den Original-Farbprospekt auf Englisch, Deutsch und Schwedisch, die Einrichtungszeichnung, den Segelplan und Skizzen zu Ruder, Cutless-Lager und Winterlagerbock; eine deutsche Anleitung aus den frühen 1980ern für die 352, 38 und 42E steht auf der Handbuch-Seite der Werft. Originalteile liefert Hallberg-Rassy Parts AB in Ellös, und die Hallberg-Rassy Owners Association in Großbritannien hat ein Forum und eine technische Bibliothek für Mitglieder.3,11,17,18
- Prüf vor der Teilebestellung, welcher Motor in deinem Boot steckt: der Vierzylinder Volvo Penta MD21B bei Booten bis Ende 1984, danach der Dreizylinder-Turbo 2003T und bei einigen späten Booten der MD22P. Für den Motor selbst verweist Hallberg-Rassy auf die Betriebsanleitung von Volvo Penta; unsere Seiten zu MD21, 2003 und MD22 sammeln diese Handbücher und die Verschleißteile.3,6,1,5,4,11
- Der Motor saugt aus dem Haupttank unter ihm, und laut Brennstoffplan der Werft zeigt die Tankanzeige erst ab etwa 60 l etwas an: Rechtzeitig aus dem Reservetank unter dem Backbordsofa nachfüllen und das Ventil zwischen den Tanks nicht offen lassen. Mit der Prüfpumpe im Motorraum regelmäßig eine Probe vom Boden des Haupttanks ziehen, denn Wasser oder Schlamm in den Filtern kann die Einspritzpumpe schwer beschädigen. Läuft der Tank leer, die Anlage vor dem Start entlüften; die Werft hat die in der Volvo-Anleitung genannte Hohlschraube durch eine Ventilschraube ersetzt, die nur zum Entlüften geschlossen wird.4
- Das Ruder hängt mit einem Bolzen im unteren Lager am Skeg und dreht sich in einer gefetteten Stopfbuchse, wo der Schaft in den Rumpf tritt; dringt dort Wasser ein, die Kontermutter lösen und die Stopfbuchsmutter nachziehen (Anleitung). Für Spiel im unteren Lager veröffentlicht die Werft Olle Enderleins Ruderskizzen mit einem neuen Bolzen und die Schritt-für-Schritt-Anleitung eines HR-312-Eigners zum Ruderausbau, die sie auch für die 352 empfiehlt. Feine Risse in der Spachtelmasse über den Bronzebeschlägen sind laut der zweiten Skizze normal und haben mit der Festigkeit nichts zu tun.4,19,16,20,3
- Beim Kranen oder im Travellift den hinteren Gurt etwa 0,5 m vor den Propeller und den vorderen etwa 0,5 m vor den Mastfuß legen; der Schwerpunkt liegt etwa 0,6 m vor dem vorderen Cockpitsüll. Auf einem Slip das Boot auf Holzklötze statt auf Stahlschienen setzen und an Land waagerecht lagern, damit die Decksabläufe Regen und Schnee abführen; die beiden Bockskizzen der Werft helfen, wenn du einen Lagerbock bauen lässt.4,21,22
- Fürs Winterlager bei Frost sieht die Anleitung vor: den Motor nach der Volvo-Penta-Anleitung einwintern (ab Werft ist Frostschutz im Frischwasserkreislauf), Reinigungsmittel und dann Süßwasser durch die Toilette pumpen und die Ablassschraube unter der Pumpe herausdrehen, an Land die Ablassschrauben des Bilgensumpfs öffnen. Geladene Batterien können mit abgeklemmten Kabeln und gefetteten Polen an Bord bleiben, ein fest eingebautes Ladegerät muss dann gesperrt werden.4
Videos & Anleitungen
Links zu YouTube, nichts eingebettet. Zuerst der Kanal des Herstellers, dann Kanäle, die wir für dieses Modell klar und korrekt fanden.
- Hallberg-Rassy 352 ‚Bigwig‘ von 1990: kommentierter Rundgang beim britischen Hallberg-Rassy-Händler (englisch) Video Transworld Yachts · EN · 11 min
- Eine Hallberg-Rassy 352 von 1986 als Langfahrtboot für zwei: Rundgang der Eigner (englisch) Video Sailing AGH · EN · 21 min
Auf dem Marktplatz
Du suchst ein Teil für die Hallberg-Rassy 352? Gib ein Gesuch in der App auf — kostenlos, es liegt auf der Live-Karte, und Bootsleute in der Nähe, die das Teil an Bord haben, können antworten.
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Quellen
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/HR352colourbrochure…
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/Hallberg-Rassy352De…
- hallberg-rassy.com/yachts/previous-models/hallberg-rassy-352
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/HR352ManualEng.pdf
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/HR352StandardSpecEn…
- hallberg-rassy.com/de/yachten/aeltere-modelle/hallberg-rassy-352
- hallberg-rassy.com/sv/batar/aeldre-modeller/hallberg-rassy-352
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/Stern_Bearing_for_p…
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/CutlassBearingRemov…
- jacobemarine.com/content/EB381SteeringGuide.pdf
- hallberg-rassy.com/resources/manuals-download
- support.seldenmast.com/files/1587561657/595-540-E.pdf
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/HR352wiringdiagram.…
- hallberg-rassy.com/company/company-history
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/HR352interior451-4.…
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/RudderEnderlein2.pdf
- hallberg-rassy.com/contact/spare-parts-and-accessories
- hroa.co.uk/
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/RudderEnderlein1.pdf
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/RudderRemovalAndIns…
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/Vagg352-1.jpg
- hallberg-rassy.com/fileadmin/data/yachts/hallberg-rassy_352/downloads/vagg352-2.jpg
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